Uta Serwuschok / 20. Mai 2009
Der Techniker ist schuld
Der Techniker ist wie ein Gespenst. Man sieht ihn nicht, und dennoch ist er immer vorhanden und wir ihm ausgeliefert. Denn Sie, liebes Publikum, hätten ja nichts davon, wenn wir im Dunkeln stehen würden oder wenn die Mikrofone ohne Saft sind. Wobei, das kriegen wir auch so hin, denn wir sind als stimmgewaltig bekannt. Unser Techniker, der Herr Keller, kann aber nicht nur Licht machen. Er ist ein leidenschaftlicher Forscher. Und er liebt es, in seinen Computer zu kriechen und neue Dinge herauszufinden. So wie es Hausbesetzer gibt, so gibt es auch Computerbesetzer
Man muss solche Leute nie lange suchen, sie sitzen immer an ihrem Lieblingsspielzeug. Wenn jemand fragt, „wo ist Herr Keller“ kommt meist die Antwort: „Na wo, am Computer.“ Aber er ist auch ein leidenschaftlicher Bastler. Teile der Ausstattung für „Briefkästen weinen nicht“ wurden von ihm gebaut. So auch die schönen Briefe, die wir während der Vorstellung in den Briefkasten werfen. Jeder Brief wurde mit charakteristischen Details versehen. Das war wichtig für den Wiedererkennungseffekt im Finale.

Herr Keller mit seinen Briefen
Als er die Briefe zur Probe mitbrachte, waren Choreografin und Regisseurin völlig aus dem Häuschen und des Lobes voll. Sie hätten Herrn Keller am liebsten adoptiert und schwebten in ihrer Begeisterung wie Elfen durch das Theater. Die beiden Frauen wissen eben: gute Requisiten und Kleider machen Leute …

Kommentare
keine Kommentare