Kabarett-Ensemble SanftWut

Uta Serwuschok / 12. Jun 2009

Publikum

Das Publikum ist manchmal wie eine Herde Schafe

Bei SANFTWUT geht es zu wie überall in den Kabaretts. Man hat Tage, wo ganz viele Gäste kommen und dann wieder Tage, wo uns weniger besuchen. Da gibt es also leere Plätze und damit wir Kabarettisten mit dem Publikum viel Freude haben, sperrt unser Techniker Bereiche des Saals ab. Er versucht die Leute konzentriert als einen „Haufen“ zu setzen. Glauben Sie mir, das ist ein schweres Unterfangen, denn das Publikum ist ziemlich eigenwillig. Ja, man kann auch sagen: bockig.

Den Anweisungen dieses Herrn ist Folge zu leisten (Techniker Martin)

Den Anweisungen dieses Herrn ist Folge zu leisten (Techniker Martin)

Gestern Abend schien unser Plan aufzugehen. Alle saßen eng beieinander und schauten ganz lieb aus der Wäsche. Die Absperrungen waren unberührt und Ingolf unser Theaterdirektor war vor Freude aus dem Häuschen. Endlich folgte das Publikum den Anweisungen des Technikers. Als wir jedoch nach der Pause auf die Bühne kamen, hatte sich ein Teil der Herde wieder selbstständig gemacht. Vorn waren plötzlich Plätze leer und vom abgesperrten Bereich feixten uns vier Augenpaare an. Allerdings haben sie die Rechnung ohne Manni gemacht.

O-Ton von Thomas (Manni): „Ihr denkt, ich seh euch nicht?“ Und dann nutzte Manni die Gelegenheit und bezog die Abtrünnigen mehr denn je in das Spiel ein. Zum Gaudi aller Anwesenden. Das Publikum ist eben wie eine Herde Schafe. Sie folgt dem Trieb, dorthin zu gehen, wo es ihr gefällt. Das allerdings war SANFTWUT. Egal, wo sie am Ende saß.

Post to Twitter

Kommentare

keine Kommentare

Kommentar schreiben

(erforderlich)