Kabarett-Ensemble SanftWut

Uta Serwuschok / 03. Apr 2010

Moni

Vom Eise befreit …

ist Leipzig in diesen Tagen. Goethe spricht uns in diesem Frühjahr mit seinem “Osterspaziergang” so sehr aus der Seele. 

Moni sagt, alles sieht bunt aus. Die Menschen kommen wieder aus ihren warmen Nestern gekrabbelt und tummeln sich im Grünen.  Gestern, am Karfreitag, wo ganz christliche Menschen das Kreuz tragen, auch mit Bandscheibenschaden, schwirrten die Atheisten von Leipzig durch die grünen Auen und lungerten an den Flussufern herum. Hund, Katze, Maus, Oma, Opa, Mama, Papa und fröhliche Kinder alle genossen die warme Luft und Sonne, die sich über unsere Stadt legte. Noch nie hat die Moni so viele Fahrräder und “Aufläufe” von Menschen gesehen. Der Zoo wurde zu einem Pilgerort und alle Parkanlagen ebenso. Schlangen standen an Eisständen um die ersten Kugeln zu schleckern und sämtliche “Raststätten” im Grünen waren überfüllt. Ein Gewimmel eben.  Aber es war schön zu sehen, dass wir nach dem langen und kalten Winter alle überlebt haben. Nun ist die Zeit gekommen, wo Kinder die Spielplätze erobern, Frauen wieder Haut zeigen und Männer diesen Anblick genießen “durch des Frühlings holden, belebenden Blick.”

Und nun ein Zweizeiler für meine Freunde Monika und Wolfgang Schütte von der Lene-Voigt-Gesellschaft:

Der Sachse, der in diesen Tagen am Elsterwehr steht, wird euphorisch rufen: “Dor Bligg off meene Elster, macht mir e Gefühl, als täte ich fast denken, die Elster is dor Nil.”

Achtung: Die “Elster” ist in diesem Falle kein Vogel, sondern ein Fluss.

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