Kabarett-Ensemble SanftWut

Uta Serwuschok / 16. Apr 2010

Heute hau'n wir auf die Pauker

Uta-Moni hat eine Verkehrsordnungswidrigkeit begangen

Jawohl. Ich habe mich nicht an die vorgegebene Fahrtrichtung gehalten. Das war nämlich so: Wir hatten in Gohlis eine Umleitung und so mussten wir Kiezbewohner durch kleine Straßen schleichen und irgendwie sehen, wie wir mit der Situation klar kommen.

Nun hat die liebe Stadt sich überlegt, an der Ecke Ehrensteinstraße-Schumannstraße eine Änderung der Fahrtrichtung vorzunehmen. Anstatt mich in Richtung Stadt nach rechts abbiegen zu lassen, wollten sie mich „zwingen“ nach links zu fahren. Was bedeutete, dass ich wieder in Richtung Daheeme düsen müsste. So hat also die Uta-Moni sich gedacht, ihr Vögel, ihr könnt mich … nicht zwingen – und ist rechts rum.

Fahrverbot – e bissel wie im wilden Westen

Fahrverbot – e bissel wie im wilden Westen (Foto: serwu)

Was ich nicht wusste, war, dass gegenüber die Verkehrsaufsicht ihre Zelte aufgeschlagen hatte, um all diese ignoranten Menschen (wie mich eben) rauszufischen. Besser gesagt, zu notieren.

Als ich den Anhörungsbogen bekam, wollte ich erst eine Omi oder einen Opi verdächtigen. Weil ich glaubte, da hat einer zu viel Zeit gehabt und mich denunziert. Aber nein, es war die Stadt selbst, die offensichtlich genug Leute hatte, um sie für die renitenten Bürger abzustellen.

Liebe Omis und Opis in der Ehrensteinstraße: Verzeiht mir, dass ich euch in Verdacht hatte. Es war ein Vollzugsbediensteter der Verkehrsüberwachung.

Darum hat die Uta-Moni für euch ein Lied aus dem Programm „Heute haun wir auf die Pauker“ rausgesucht, was sich mit dem Thema beschäftigt. Es nennt sich „Fahrverbot“ und wurde geschrieben von Thomas Störel:


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