Uta Serwuschok / 10. Nov 2010
Erinnerungen Kabarett zum Brüllen
2001: Das zweite Duo-Programm “Simulantenstaatl” hat Premiere
“Simulantenstaatl” klingt eher nach Volksmusik und unser Foto mit den tanzenden Ordnern erzählt auch eher von Gaudi.

Spitzentanz mit Aktendeckeln
Dennoch, dieses Programm ist deutlich politisch ausgelegt und eine satirische Aufarbeitung der schwachen Arbeit der Rot-Grünen-Koalation. Schön, die Vielfalt von Figuren. So spielen wie zum Beispiel Abhörwanzen und krabbeln als solche unter dem Flügel lang. In diesem Programm erleben die Lieder “Windbeutel” (böser Gesang gegen die Männer), “Hör nicht auf deine Frau” (sagt alles) und die wunderschöne Volksmusikparodie “Madonna Kokolores” ihre Uraufführung und nehmen einen erfolgreichen Weg bis ins Jahr 2010 hinein.
Inszeniert hat dieses Programm Rainer Otto.

Staatl-Time mit Uta und Thomas
Erstmalig haben wir ein aufwendiges Bühnenbild. Ein großer Rosenbogen nahm die halbe Bühnenfläche ein. Unter diesem hüpften wir immer durch. Ergänzt wurde der opulente Bogen durch eine Treppe und den Flügel. Der Sachse würde sagen: “Die mussten sich da ganz schön dünne machen.”
Dennoch, Sanfwut ist bis zum heutigen Tag auch ohne LKW auf Gastspielreise. Es gibt einen Spruch: “Wenn die Kleinkunst mit nem 5-Tonner unterwegs ist, verheißt das nichts Gutes.” Kabarettisten sollten sich immer auf ihr Wort, ihre Gestik und ihr Partnerspiel verlassen. Der Rest ist Beiwerk.

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