Kabarett-Ensemble SanftWut

Uta Serwuschok / 31. Jan 2011

Freunde Hör' nicht auf deine Frau News

Kairo ist um die Ecke! Gedanken zu Ägypten von der Moni

Die Moni ist ganz froh, dass ihre Freundin, die Ellen Blumhagen – Drazil, nicht vor einigen Jahren für 200 Kamele an einen Kairoaner verkauft wurde. Das sollte nämlich so sein, weil die Ellen eine Art arabische Schönheit ist. So eine “Ellen Arabica”. :-) Und der Araber wollte, dass die Ellen ständig um den (bauchtanzmäßig) rumspringt. Ein Albtraum!  Denn hätte die Ellen sich für 200 Kamele in Kairo niedergelassen, müsste die Moni sie jetzt in irgend einem geplünderten Schmuckshop unter dem Ladentisch vorziehen. Oder im Gepäckraum ihres Autos außer Landes schmuggeln. Alles sehr lebensgefährlich, was da jetzt passiert bei den Ägyptern.

Die Mutsch von der Moni sagt, das erinnert sie irgendwie an die ehemalige DDR. Wo die von einem Tag zum andern verschwand. Besonders der Herr Mubarak erinnert die Mutsch ganz stark an Erich Honecker, wegen dem Alter und dem verkalkten starren Blick in die Kameras. So, als würde der gar nicht leben, sondern aus dem Wachsfigurenkabinett von der Frau Tussi (Madame Tussauds) aus London stammen.

Der Manni hat die Mutsch beruhigt und gesagt, dass da vermutlich amerikanische und andere multikulturelle Spione sich unter die Plünderer gemischt haben, um klug und weise die Dinge zu lenken. Weil das ja kein Zufall sein kann, dass plötzlich ein Nobel-Dichter, den kein Araber kennt, die Macht in Kairo übernehmen will. Manni sagt, der Dichter sieht aus wie von anderen gütigen Mächten geschickt. Zum Beispiel von unseren amerikanischen Freunden. Aber da müssen wir uns keine Sorgen machen, wenn die mit dabei sind, ist ganz schnell wieder Frieden. Die haben von Chile, dem Irak und Afghanistan viel gelernt.

Ich, die Moni, habe Angst, weil nämlich Kairo gar nicht weit von uns entfernt ist. Schlappe  4 Stunden Flug. Schwupp ist die Revolution bei uns. Mir (besonders die Wessis) denken immer, uns kann so was nach dem Mauerfall nicht mehr passieren. Ha! Wenn man mal sieht, wie die in Berlin gerade wieder Entscheidungen über die Hartz IV-Reform  vertagt haben. Sich nicht einigen können. :-( Irgendwann kocht auch bei uns die Volksseele hoch! Nicht wegen dem Geld. Nee, sondern, weil wir uns verarscht vorkommen. “So was macht auf Dauer ganz schlechte Gefühle” sagt unsere esoterische Isabelle.

Und darum hat der Manni auch ein sehr schönes Lied geschrieben, was wir hier vorstellen und was ihr in ECHT bei uns in dem Programm: “Hör nicht auf deine Frau- mit Ramba, Samba und Holadrio” erleben könnt. Zum Beispiel am Dienstag und Mittwoch jeweils 20.00 Uhr.

Achtung! Das ist eine Aufnahme von 2009. Roland Koch ist flüchtig.

PS: “Hör nicht auf deine Frau” würde den Ägyptern als Titel gut gefallen.

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Kommentare

Helmut schrieb am 1. Februar 2011 um 20:01 Uhr

Liebste Uta,
wie immer hat Dein schriftstellerisches, pointiertes Genie zugeschlagen. Du bist einfach gewaltig. Aus einfachen Dingen eine hintergründige, vielschichtige Geschichte zu verfassen, die einem das Zwerchfell massiert. Trotz grauem Wetter lacht die Seele und freut sich des Lebens. Was ein Besuch im Zoo so alles bewirken kann! Wir schätzen uns einfach reichlich beschenkt, Dich herzliche Freundin nennen zu dürfen. Noch eine erfolgreiche Woche.
Ellen und Helmut

Uta Serwuschok schrieb am 2. Februar 2011 um 09:49 Uhr

Guten Morgen, ihr zwei Lieben, als ich gestern nach Hause kam, fand ich den schönen Kommentar vor. Ich denke, dass Freunde mit das höchste Gut darstellen, was wir Menschen haben. Und wenn ich nach Kairo schaue und zu all den anderen Krisenherden in der Welt, dann bin ich doch sehr froh, dass wir uns mit so vielen Nebensächlichkeiten wie Zoobummel,Shopping mit Ellen, Sport treiben oder einem gemeinsamen Schlemmerabend beschäftigen. Da bin ich dann auch ganz demutsvoll, was unsere Regierung betrifft. Ich liebe diese “Nebensächlichkeiten” des Lebens über alles und bin froh, bei euch sein zu dürfen.
Eure Uta, (Uta-Moni), die glaubt, dass viele Leute ähnlich denken.

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