Uta Serwuschok / 30. Apr 2011
Es kräht aus unserem Theater – Probenbeginn für “Die Sippe auf der Schippe”
Die Leute fragen uns oft, wann wir mit der Arbeit an einem neuen Programm beginnen. Bzw. wie lange die Vorbereitung für eine Produktion dauert.
Eigentlich kann man sagen, dass nach einer Premiere im September eine winzig kleine Atempause ist. Dann aber, spätestens im November beginnen die Arbeiten an den Texten und Kompositionen.
Ab Frühjahr dann hört man es wieder im Theater singen. Meist klingt dies die ersten Wochen eher unangenehm. Nach erster Übungsstunde. Wir krähen uns durch die Noten, bis dann einigermaßen alles sitzt. Da Thomas Störel (unser aller Manni) Texter und Komponist der Lieder ist, geht es uns als Mitspieler erst mal nicht so gut. Denn er ist Perfektionist und wir wiederholen zum Tausendsten Male einen Ton. Bei unserem Programm “Die Sippe auf der Schippe” gibt es eine schöne Parodie von “La Palamo”. Wenn ihr dann zur Vorstellung die Stelle hört “Ein Wind weht von Süd und treibt sie HINAUS …” Dieses “Hinaus” bringt mich, die Moni, um. Der Manni wiederholt immer und immer wieder den Ton. Nervig. Aber was will man machen, es soll sitzen.
Mit dem Dirk, was unser Fettbemmenverkäufer ist, geht der Manni noch etwas vorsichtiger um. Weil, der ist ja neu dabei. Und er darf sich nicht gleich so erschrecken. Aber ich verrate euch ein kleines Geheimnis: der Dirk trifft schon einige Töne. Das kann werden! Er steht nur noch wie so ein schlaffer Sack rum, da hat der Manni was dagegen. O-Ton von Manni: “Brust raus, Arschbacken zusammen!”
Wenn die Lieder einigermaßen sitzen, beginnt die Zeit einer anderen Quälerei oder besser gesagt, der sportlichen Ertüchtigung. Denn dann ist unsere Choreografin Silvia Zygouris an der Reihe. Nun werden die Beine geworfen und unser Hirn wird endgültig ausgelastet, denn man muss die Schritte im Kopf haben, Text und Noten sowieso und dazu lächeln. Immer lächeln!
Aber es ist wie mit allen Dingen im Leben so, wenn man das Gefühl hat, man schafft etwas Schönes, dann nimmt man die Mühen gern in Kauf. Und wir denken, wir schaffen etwas Schönes.
Eigentlich wird immer nur zur Premiere mit Sekt angestoßen. Warum nicht auch zu Beginn einer Arbeit, wo man so eine wunderbare Grundlage hat? Texte, über die wir uns jetzt schon amüsieren und Musik, die wir jetzt schon gerne singen. Auch wenn es noch etwas schief klingt. Unsere Haltung zum neuen Programm hat jedenfalls keine Schieflage. Da sind wir klar auf Erfolgskurs. Muss auch sein, denn es geht ja um nichts Geringeres, als um die Familie. Das Heiligtum der Deutschen.
Übrigens Premiere ist am 18. September 2010. Könnt ihr euch schon im Terminkalender eintragen.
PS: Isabelle, was der Ingolf ist, hat erste Fotos zur Probe gemacht. Da saß er dafür auf einer Leiter. Wegen dem Licht und so. Ich habe sofort unsere Versicherungen geprüft, für den Fall, er plumpst runter. Hilfe!

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