Kabarett-Ensemble SanftWut

Uta Serwuschok / 16. Mai 2011

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Der Vorhang fällt für: “Und ewig bockt das Weib” – einem wegweisenden Sanftwut-Programm

Opernbesuch

Diese Inszenierung aus dem Jahre 2003 hat eine ganz eigene Geschichte. Mehr als jedes andere im Spielplan befindliche Programm, trägt es Elemente des “alten, traditionellen” Kabaretts in sich. Es werden klassische Kabarettszenen gespielt, Chansons gesungen und das beliebte Figurenspiel findet sich mit großer Vielseitigkeit wieder. Auf den ersten Blick könnte man meinen, das ist alles bedeutungslos. Eben nur abgespielt. Dem ist aber nicht so. Kein Programm von Sanfwut schuf so viel Zukünftiges wie “Und ewig bockt das Weib”. Erstmalig gibt es einen gemeinsamen Auftritt von Moni und Manni. Auch Berta und Hedwig, die skurrilen alten Weibsen, wurden geboren.

Thomas und Uta, so um 2003 herum

So gesehen wird mit “Weib” (wie wir es nennen) ein sehr lebendiges Erbe hinterlassen, weil da so vieles seinen Anfang nahm und mit uns gewachsen ist. Also, keine Traurigkeit zum Abschied?

Doch, ein bisschen Wehmut und Melancholie mischt sich mit. Denn mit der letzten Vorstellung am Dienstag gehen so witzige Nummern wie “Schöner Löschen” (der unwiderstehliche Feuerwehrmann) oder jene wunderbar gelungene Parodie auf die Madonnen-Lieder der Volksmusikszene “Madonna Kokolores” von der Bühne.

Thomas als unwiderstehlicher Feuerwehrmann

Und für mich als Uta Serwuschok gibt es den Abschied von einem altfranzösischen Chanson “Nachts im Mondenscheine”. Aber wer weiß, vielleicht holen wir diese Prunkstücke der Kleinkunst irgendwann zurück.

Und es bleibt der Siegeszug von Moni und Manni, die ihr erstes Lied in diesem Programm singen: “Beautyfarm”.

Bei Roger Whittaker heißt es: “Abschied ist ein scharfes Schwert”!  Für uns gilt das nicht. Zu viel verdanken wir diesem Programm und geben auch zur letzten Vorstellung unserem Affen Zucker.

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