Kabarett-Ensemble SanftWut

Uta Serwuschok / 25. Mai 2011

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Die Orangs zeigen ihm die kalte Schulter! Mit Prof. Eulenberger durch den Leipziger Zoo

Moni und Manni prominent geführt von Prof. Eulenberger (Foto: serwu)

Sagen wir mal so: Professor Eulenberger, der langjährige Tierarzt des Leipziger Zoo ist insgesamt sehr beliebt. Bei Mensch und Tier. Doch bei Letzteren gibt es einige Arten, die genießen den Professor heute immer noch mit Vorsicht, obwohl er längst nicht mehr im Zoo tätig ist. Denn einige haben ein gutes Gedächtnis und erinnern sich noch sehr genau an das Glasröhrchen, mit dem sie oder Mitglieder ihrer Sippe „KO“ geschossen worden, damit Operationen und Untersuchungen stattfinden konnten. Ich meine, wer will schon, dass ein beliebter Tierarzt von einem Tiger angefallen oder von einem Affen geärgert wird.

Die Orang Utans im Leipziger Zoo zeigen Prof. Eulenberger die kalte Schulter (Foto: serwu)

Die Menschenaffen haben ein außerordentliches Gedächtnis. Wer einmal mit einem medizinischen Folterinstrument ihr Territorium betrat, hat es danach nicht mehr so einfach. Bei den Gorillas musste Professor Eulenberger vermummt erscheinen, weil sie ihn sofort erkannten und die Flucht ergriffen.

Die Orang Utans zeigen ihm bis zum heutigen Tag die kalte Schulter. Sie sind irgendwie beleidigt drauf, wenn der ehemalige Tierarzt auftaucht. „Die vergessen nicht“ sagt er. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, es stimmte ihn traurig. Verzeihen fällt also nicht nur den Menschen schwer, sondern auch den Menschenaffen. Warum wohl?

Es war ein sehr schöner Nachmittag. Nicht nur, weil die Informationen zu den Tieren und ihren Lebensbedingungen von einem Fachmann kamen. Sondern auch, weil wir Neues über die Pläne von Professor Eulenberger hörten. Er ist nämlich alles andere, als einer, der sich ausruht. Er ist umtriebig wie eh und je. Hält Vorträge, betreut Workshops, reist dafür um die halbe Welt und ist dabei, der Stadt Limbach-Oberfrohna einen Tierpark zu ermöglichen. Denn dies geht nur mit fachmännischer Anleitung und mit einem Mann, der sich in den weltweiten Zuchtprogrammen und Entwicklungen auskennt. Und der natürlich einen sehr guten Draht zum Leipziger Zoo hat. Nicht nur, weil es seine ehemalige Arbeitsstätte ist. Nein, dieser harmlos aussehende Mann hat es eindeutig auf einige Tiere abgesehen, die er zu gern für den neuen kleinen Tierpark einsacken möchte. Zum Beispiel so ein paar Flamingos könnten dem Professor sehr gut gefallen… für Limbach.

Es war sehr witzig an diesem Nachmittag zu hören, wie viele dieser Leipziger Zoobewohner aus der Sicht von Klaus Eulenberger auch sehr gut zu Limbach-Oberfrohna passen würden. Und wer weiß, ein paar wird er schon „abstauben“ können.

Objekt der Begierde – Flamingos (Foto: serwu)

Wenn man mit ihm durch dieses Kleinod von Leipzig schlendert, dann weiß man, dass alle Dinge, die gelingen, ganz wesentlich von den Menschen abhängig sind, die sich darum kümmern. Seine Beliebtheit ist mit seinem Fortgang aus Leipzig keineswegs gesunken. Wir konnten wunderbar beobachten, wie die Besucher sich nach ihm umdrehten „Maulaffenfeil hielten“ und sich freuten, ihn zu sehen.

Am Ende unseres Bummels saßen wir noch auf der Terrasse vom Marché und genossen die Sonne und diesen wunderbaren Frühlingstag. Und wir versprachen uns, nicht so lange zu warten, bis wir uns wieder sehen.

Maximal ein Jahr. Dann nämlich eröffnet der Tierpark von Limbach-Oberfrohna und Sanftwut gibt eine Benefizveranstaltung. Damit der Start leichter wird. Kleine Tiergärten brauchen eine Lobby. Limbach hat den besten Lobbyisten, den es gibt. Und wir von Sanftwut wünschen viel Glück.

Danke Professor Klaus Eulenberger! Oder dürfen wir Eule sagen?

Ingolf, was unsere Isabelle ist, hat mit seiner Kamera Impressionen von diesem Nachmittag festgehalten. Hier eine kleine Fotoshow für euch. Danke, Ingolf-Isabelle!

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Kommentare

Klaus Eulenberger schrieb am 24. Oktober 2011 um 21:47 Uhr

Natürlich dürft Ihr Eule sagen, ist ja auch viel kürzer und für einen Hobby-Ornithologen keinesfalls eine Beleidigung!

Eure Eule

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