Kabarett-Ensemble SanftWut

Uta Serwuschok / 19. Feb 2012

News

Klaus Töpfer wäre ein guter Bundespräsident. Ein Brief an die Kanzlerin.

Guten Morgen, Frau Bundeskanzlerin,

ich bin eben aufgestanden und habe mich sofort informiert, ob Sie schon einen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt haben. Wenn ich den Medien glauben darf, so ist das nicht der Fall.

Am Ende wird das Volk ja nicht gefragt. Aber ich melde mich dennoch zu Wort, weil mir keiner das Denken verbieten kann.

Da werden nun viele Namen gehandelt, wer dieses Amt wohl übernehmen kann. Auch der Name von Klaus Töpfer machte die Runde. Und sofort erfuhren wir durch die Medien, dass er wohl nicht in Frage kommt, weil die FDP etwas gegen ihn hat.

Der Leidensweg der Wähler /Bürger mit der FDP ist lang und hat ein Maß der Unerträglichkeit erreicht, die eigentlich mit dem sofortigen Rückzug dieser Partei aus der Politik enden müsste. Die Selbstgefälligkeit und pubertäre Arbeitsweise der Freien Demokraten in der Regierung ist für mich inzwischen zu einer politischen Gefahr geworden. Dennoch sind sie eine Regierungspartei und erhalten durch Sie, verehrte Bundeskanzlerin, hohen Einfluss.

Wenn man hört, dass die FDP gegen Klaus Töpfer ist, ist das nur ein weiterer Beweis ihrer Inkompetenz. Denn warum wäre ein Mann wie Töpfer der Richtige? Weil er ein Macher ist. Einer, der umdenken kann. Die Freien Demokraten hatten bei ihrem letzten Wechsel an der Spitze ihre Jugendlichkeit hervorgehoben. Man durfte Dynamik erwarten. Sichtbar aber sind nur Eitelkeit und ein Vorsitzender, der als Wirtschaftsminister nur noch schwer zu vermitteln ist.

Junge Ideen, einen wachen Blick aber kann man bei dem “Alten”, dem Töpfer, erkennen. Über Jahre zeigt er sein Talent,  die Themen der Zukunft zu erkennen. Und er redet nicht nur darüber, sondern zeigt sich als Praktiker.

Nicht die Verdienste einer friedlichen Revolution (die nicht klein geredet werden soll) sind für dieses Land in seiner Repräsentation wichtig. Wir haben die Pflicht, die Zukunft der Jugend zu sichern und keiner kann dies besser vermitteln, als einer, der dies tagtäglich lebt. So wird man glaubhaft.

Klaus Töpfer hat Fachkompetenz. Er macht seinen Job einfach gut und ist dadurch Vorbild.

Man hat uns zu DDR-Zeiten so oft Vorbilder vorgesetzt, deren Verdienste oft Jahrzehnte zurück lagen und verblassten. Sie sind darum nicht minder wertvoll. Aber die Zukunft findet sich in der alltäglichen Praxis.

Insbesondere die Ausgestaltung der Umweltpolitik ist weltweit die zentrale Aufgabe. Ausgestattet mit einem großen wirtschaftlichen  Faktor (von Herrn Rösler völlig übersehen), wird sie weltweit dafür verantwortlich sein, was von unserer Erde bleibt und wie wir es schaffen, wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkeit zu beseitigen. Denn nur so haben auch unsere Kinder eine Chance, in fünfzig Jahren noch einen bewohnbaren Planeten vorzufinden.

Klaus Töpfer ist nicht nur ein weltweit anerkannter Umweltfachmann. Er hat auch etwas vorzuweisen, was ihn als einen volksverbundenen Sachverständigen ausweist. In seiner Biografie findet man eine riesige Anzahl von Auszeichnungen. Dabei sind nicht die großen Orden für mich von Bedeutung. Sondern jene, die von Vereinen verliehen wurden. Von engagierten Bürgern. So findet man den Verein zum Schutz der Alpen in dieser Liste. So etwas bekommt man nur, wenn man sich unter diesen Menschen bewegt, wenn man ihr Anliegen zum eigenen gemacht hat.

Ausdrücklich richte ich meine Worte nicht nur an Sie, verehrte Kanzlerin, sondern an die FDP-Mitglieder ihres Kabinetts.

Ich weigere mich, als Bürgerin dieses Landes hinzunehmen, dass eine kleine Gruppe von Menschen, die sich als unfähig erwiesen, nun die Macht haben, eine Entscheidung zu Gunsten von Klaus Töpfer zu verhindern.

Das Amt des Bundespräsidenten braucht für unsere Jugend einen, der dies mit seinem Wirken unter Beweis stellt. Klaus Töpfer kommt dafür nicht nur wegen seiner Verdienste in Frage. Er ist auch eine Brücke von Alten und Jungen. Ein 1938 geborener Politiker zeigt auf beeindruckende Weise, wie modern Ideen sein können und wo die Möglichkeit liegt, sie umzusetzen.

Dies schreibt eine Bürgerin, die weder CDU wählt, noch konservativ ausgerichtet ist. Vielmehr schreibt dies eine Kabarettistin, die sich weigert, den immer noch hohen Einfluss der selbstgerechten Führungsriege der FDP hinzunehmen.

Uta Serwuschok

PS: Als Christian Wulff sein Amt antrat, wurde ihm vorgeworfen, er hätte keine Themen. Auf eine Antrittsrede von Klaus Töpfer würde ich mich freuen. Ich käme da gerne persönlich nach Berlin, um einem zuzuhören, der etwas zu sagen hat.

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Kommentare

Rainer Hahn schrieb am 1. März 2012 um 14:13 Uhr

hallo,
war mit meiner gattin am 28.02. in der vorstellung “und ewig bockt der mann”. ich bin 71 jahre alt und habe in meinem leben einen solchen schwachsinn noch nicht gesehen. bei uns hier im harz tritt ein herr “ata” ab und an in frauenkleidern mit travesti auf, ist auch fürchterlich. wird aber von sanftwut noch gedoppt.

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