Das ist neu bei Sanftwut. Es gibt einen Abend mit Weihnachtsmanni, der im wahrsten Sinne des Wortes voller Überraschungen steckt. Denn das Programm ist nicht dramaturgisch sinnvoll gebaut und die Nummernfolge wie üblich festgelegt. Nein! Der Weihnachtsmanni kommt dieses Jahr etwas anders daher.
Er hat einen großen Berg von Weihnachtspaketen aufgebaut. In jedem steckt eine Nummer. Nun könnte der Mannni man(n)ipulieren. Das macht er aber nicht. Er lässt das Publikum entscheiden, welches Paket als nächstes gewählt wird. Dann spielt er die Nummer.

Manni und seine Geschenke
Das klingt einfacher, als es ist. Zumindest für die Akteure auf der Bühne ist das eine Herausforderung. Normalerweise ist die Nummernfolge eines Programms eine Sache des Kalküls. Wir überlegen genau, welcher Text oder welches Lied wann gespielt wird. Das hat damit zu tun, dass der Zuschauer vorsichtig geführt wird. Inhaltlich und ästhetisch. Man spielt zum Beispiel nicht drei Lieder hintereinander und dann wieder drei Nummern ohne Musik.
Aber Thomas Störel stellt sich, als Supermanni gestählt, dieser Aufgabe und liefert sich so dem Publikum aus. Ein sehr demokratischer Abend auf der Sanftwut-Bühne. Doch an Mannis Seite sind wichtige Mitstreiter. Die Musikanten Knut Ratzlaff und Ferdinand Störel, der erstmals mit seinem Vater auf der Bühne steht.
Der 27. Dezember 2010 steht also für ein neues Experiment von Sanftwut und wie wir wissen, hatten und haben die Leute daran Gefallen gefunden. Wenn ihr so wollt, ist das ein kleines Stück Stuttgart 21 bei uns. Eben nur viel lustiger. So sollte ein demokratischer Dialog aussehen.

Bei der Probe
PS: In dem Programm “Super-Hammer-Haileids” hatten wir zwei solcher Wahlrituale dabei. Doch da wählten die Zuschauer im ersten und zweiten Teil jeweils zwischen drei Nummern. Dann ging es geordnet weiter. Das war ein kleiner Anfang und hatte damals schon viel Spaß gemacht.
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