Uta Serwuschok / 24. Okt 2009
Meine QUELLE
Mit Blick auf die aktuelle Lage des insolventen Konzerns QUELLE erscheint der eigentlich optimistische Spruch wie Hohn: ”Ich sitze an der Quelle.”
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Uta Serwuschok / 24. Okt 2009
Mit Blick auf die aktuelle Lage des insolventen Konzerns QUELLE erscheint der eigentlich optimistische Spruch wie Hohn: ”Ich sitze an der Quelle.”
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Uta Serwuschok / 26. Sep 2009
Moni war gestern bei Karstadt. Da gab es sogar eine Wahlparty, obwohl die Wahl noch gar nicht stattgefunden hat.
Unter “Wahlparty” findet man Schnäppchen für uns Bürger oder auch Wähler. Also, es gab folgendes preisgünstiges Angebot: Wenn du eine Outdoorjacke kaufst, bekommst du einen Schal kostenlos dazu.
Was will uns Karstadt mit dieser Werbung sagen? Wie immer die Wahlen ausgehen. Zieht euch warm an!!!
Moni denkt, die von Karstadt wissen,wovon sie reden.
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Uta Serwuschok / 13. Sep 2009
Liebe Frau Kudla, ich bin die Moni aus dem Kabarett Sanftwut. Ich treffe Sie jetzt jeden Tag in Gohlis. Sie lächeln mich auf Wahlplakaten an. Dagegen hat die Moni eigentlich nichts. Nur dass Sie in den Bundestag wollen,bereitet mir Kopfzerbrechen. Könnten Sie sich das mit der Kandidatur noch mal überlegen? Wenn Sie nämlich nach Berlin gehen, dann kann es in diesen Krisenzeiten passieren, dass die Finanzverwaltung von Leipzig eine Zweigstelle des Centraltheaters von dem Herrn Hartmann wird. Oder gar eine zweite Spielstätte der Oper. Dann gibts ums Geld große Oper. Davor fürchte ich mich. Sie haben als Finanzbürgermeisterin immer in Hauptsätzen gesprochen. Oder besser gesagt, Klartext. So, dass ich es auch als Frau verstehen konnte. Außerdem fahren in Berlin keine S-Bahnen. Oder nur spärlich. Da ist unsere LVB viel besser. Muss das mit der Bundestagswahl sein? Für eine Umkehr ist es noch nicht zu spät. Ich würde Ihnen auch bei der Abnahme der Plakate helfen.
Die Moni
Uta Serwuschok / 22. Jun 2009
Also, ihr müsst keene Krise kriegen in der Krise, wenn ihr kein Geld habt für Mallorca. Ich sage euch, ich war gestern zum Geburtstag von meiner Ellen, was die Frau Blumhagen-Drazil ist, und der wurde im Ferienpark Auenhain gefeiert. Da hat die Moni den Wildwasser-Kanupark angeguckt und war baff. Da trainieren Rekruten, nee Kanuten, für die olympischen Spiele. Aber auch einfache, nicht gedopte Menschen, dürfen da ins Wasser und baden gehen. Im reißenden Bach. Und Eis kannste essen, Fahrrad fahren. Schöööön. Und wenn die wilden Wasser- Kanu-Olympioniken dann später die Goldmedaille kriegen und bei der Hymne weinen, kannst du rufen, den hab ich in Auenhain ins Wasser klatschen sehen. Und ratet mal, wen ich getroffen hab? Den Grafikdesigner von unserer Internetfirma, die so heißt wie ein Tennisclub. Pingpool. So wichtige Menschen triffst du auf Mallorca nich. Da loofen höchstens solche Parfümleute rum, wie dieser Meigel Douglas. Das ist ja langweilig. Aber Auenhain!!!!!!! Mach Urlaub Daheeme. Wie unsere Angela Merkel sagt: man muss in der Krise seine Chance sehen.
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Uta Serwuschok / 18. Jun 2009
Ich bin heute wieder die Petersstraße lang und hörte schon von weitem eine schrille Stimme rufen: “Hier liegt die Bildung. Sie ist tot. Die Bildung ist tot.” Dann sah ich, dass junge Leute einen besonderen Protest zur Bildungspolitik zur Schau stellten. Zwischen “Zara” und Imbissbude, wo es leckere Pommes gibt, hatten sich die Protestierenden, mit Laken bedeckt, als Leichenhaufen auf die Straße gelegt. Also, der Ort der Handlung war wirkungsvoll. Und das Bild weckte auch mein Interesse. Aber um diesen Haufen herum hüpfte einer wie Rumpelstilzchen mit einem Megaphon und schrie: “Die Büüüüldung ist tot. Und ihr geht dran vorbei. Warum bleibt denn keiner steeeeeehen.” Liebe Blogleser, man konnte dort nicht stehen bleiben. Dieses Megaphon auf zwei Beinen vertrieb alle . Selbst die Hunde, die immer im Park nebenan auf der Wiese dösen,suchten jaulend das Weite. So blieb die Bildungsmisere unbeachtet. Und dabei wäre es so wirkungsvoll gewesen, hätten diese jungen Leuten nur still unter den Laken gelegen und ihr Anliegen, mit wenigen Worten auf den weißen Stoff geschrieben, der sie bedeckte. Aber wer schreit, dem hört man nicht zu. Es gingen also alle Passanten vorbei. Man ließ die Leiche Bildung im Keller. Und die Moni in mir dachte: so viele Laken muss man erst mal waschen.
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