Uta Serwuschok / 22. Jan 2010

Mein Leipzig

Zebras im Schnee

Wie ihr vermutlich schon bemerkt habt, verwaiste unser Blog die letzten Tage. Das liegt daran, dass wir ein umfassendes Material für das Programmheft unserer Musik-CD geschrieben haben.

Heute habe ich mir mal eine kleine Auszeit genommen und bin in den Zoo. Um diese Tages- und auch Jahreszeit ist er nicht so voll. Besser gesagt, es war mit den Besuchern sehr übersichtlich. Dennoch ist es schön, durch diese wundervolle Anlage zu laufen. Besonders schräg sind die laufenden Meter (so nenne ich kleine Kinder), die wie Daunensäcke auf zwei Beinen plappernd durch die Gegend hüpfen. Und noch witziger ist, was sie für Kopfbedeckung von den Erwachsenen übergestülpt bekommen. Das grenzt manchmal schon an Menschenrechtsverletzung. Mützen, die aussehen wie Schweinchen- oder Hasenköpfe. Überall baumeln Ohren verschiedenster Kreationen. Ein Mädchen sah “oben herum” aus wie ein zerzauster Soldatenara und hat das Original im Käfig tüchtig erschreckt.

Der Zoo ist an einem solchen Tag besonders schön, weil man so wunderbar beobachten kann. Ich ging also meine Runde zu den Elefanten, dann war ich im Pongoland, schaute bei den Giraffen vorbei und anschließend saß ich im Marché. Ein paar Familien hatten es sich mit ihren Kindern in der Spielecke bequem gemacht. Das mit dem Spielen ist eine praktische Einrichtung. Die Eltern lesen Zeitung und die Kleinen bilden kleine Projektgruppen (O-Ton Manni) oder streiten sich ums Spielzeug. Aber alles ist dennoch sehr normal und gemütlich. Plötzlich stürzte die Kinderschar zu den großen Fensterscheiben und alle drückten sich die Nasen platt. Denn vor ihren Augen liefen die Zebras durch wunderbar weißen Schnee. Die ganze Herde. Ich bin sehr, sehr oft im Zoo. Aber so ein bizarres Bild habe  selbst ich noch nicht gesehen. Diese  schwarz-weiß-gestreiften Tiere auf weißem Grund sahen aus wie ein modernes Kunstwerk. Reif für das Guggenheim-Museum. Leider kann ich es euch nur erzählen, denn wie sang Nina Hagen einst: “Du hast den Farbfilm vergessen.” So hoffe ich, ihr glaubt mir. Am besten, ihr geht selber hin und schaut euch das an. Der Zoo ist immer einen Bummel wert.

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Uta Serwuschok / 04. Dez 2009

Mein Leipzig Moni

Moni im Gedränge vom Weihnachtsmarkt

“Moni hat das Schieben raus, Schieben raus, Schieben raus. Manni ruft Hurra, der Weihnachtsmarkt ist da. Moni hat das Schieben raus, Schieben raus, Schieben raus und kooft se Eier ein, könns nur gekochte sein.”

Eure Uta-Moni

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Uta Serwuschok / 06. Nov 2009

Mein Leipzig

20 Jahre Mauerfall- aber die Einkaufsschlange lebt

Gloobt ihr nicht? Doch. Die Moni geht immer auf den Leipziger Markt. Und dort gibt es Einkaufsschlangen. Ewig lange Schlangen. Wie früher, wenns Bananen gab oder eine andere Bückware.  Erinnert ihr euch noch? Manchmal haben mir uns angestellt und wussten gar nicht was es gab. Hauptsache anstellen. Irgendwie orientierungslos. Heute ist eine Menschenschlange auf dem Markt ein Zeichen von Beliebtheit. Und zwar die Beliebtheit von der Ware und dem Menschen, der sie verkooft. Zum Beispiel bei mein Gemüsestand, da stehen Massen von Menschen. Dabei haben die keine Biomöhren und so. Nee, die haben nur ganz normale gut schmeckende Äppel und Mangos und Pilze und eene Verkäuferin!!!!!!! Sieht e bissel aus wie eine Ananas. Süßherb. Ein blondes Original.  Die steht mit beiden “Beenen im Lähm”,wie der Sachse sagt. Und mir zwei, ( die Ananas und ich)  mir schenken uns gegenseitig immer e bissel Geld. Mal ich e Cent und dann mal die e Cent. Stimmt so, sagen mir dann. Das sind die kleinen Rabatte und Aufmerksamkeiten, die die Moni so liebt. Zu dem Stand wackle ich leidenschaftlich gerne hin. Auch zu den Hühnerbeinen, zum Bäcker Schwarze (Eierschecke hm, hm, hm)  oder zum Fisch. Beim Fisch ist es bei kaltem Wetter ganz schön.Da riecht das nach Räucherei und es duftet nach mehr /Meer. So stehn die Ostdeutschen also wieder Schlange. Nur heute ist das ein Zeichen, dass es dort was gibt, was gut schmeckt. Mir Leipziger lieben unseren Markt. Mir können uns sozusagen mit diesen Ständen voller Köstlichkeiten identifizieren. Ein Open-Air-Warenhaus mit Leipziger Allerlei und was sonst die Region zu bieten hat. Und weil mir grade vom identifizieren gesprochen haben. Wenn ihr ganz aufmerksam durch den Markt geht, da findet ihr einen Fischstand, da sieht die Verkäuferin aus, wie die Räucherfische, die sie verkooft. So eine Art Räuchermännin. Ne Makrele auf zwei Beinen. Moni findet das gut.

Merken für den Terminkalender:  Dienstag und Freitag ist Markttag. Da wird Schlange gestanden. Im Gedenken an den Fall der Mauer. Und ganz wichtig. Bringt Zeit mit. Die quatschen wie früher über die herrlich wichtigen und unwichtigen Dinge des Lebens. Man kann dort auch die Omi abstellen oder den Kinderwagen. Aber Achtung, dort wird alles verkauft, was hübsch aussieht und gefällt. Nicht, dass anstatt des kleinen Lieblings ein Kürbis aus dem Kinderwagen rausguckt.

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Uta Serwuschok / 24. Okt 2009

Mein Leipzig

Meine QUELLE

Mit Blick auf die aktuelle Lage des insolventen Konzerns QUELLE erscheint  der eigentlich optimistische Spruch wie Hohn:  ”Ich sitze an der Quelle.”

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Uta Serwuschok / 26. Sep 2009

Mein Leipzig

Wahlparty bei Karstadt

Moni war gestern bei Karstadt. Da gab es sogar eine Wahlparty, obwohl die Wahl noch gar nicht stattgefunden hat. 

Unter “Wahlparty” findet man Schnäppchen für uns Bürger oder auch Wähler. Also, es gab folgendes preisgünstiges Angebot: Wenn du eine Outdoorjacke kaufst, bekommst du einen Schal kostenlos dazu.

Was will uns Karstadt mit dieser Werbung sagen? Wie immer die Wahlen ausgehen. Zieht euch warm an!!!

Moni denkt, die von Karstadt wissen,wovon sie reden.

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