Uta Serwuschok / 31. Mai 2010

Briefkästen weinen nicht News

Isabelle schlägt Manni als neuen Bundespräsidenten vor

In dem Programm “Briefkästen weinen nicht”, das im August seine letzte Vorstellung erlebt, wendet sich die Tochter von Moni und Manni mit einem Brief an den Petitionsausschuss des Bundestages und sagt, wer neuer Bundespräsident werden soll. Damals wussten wir nicht, dass dieser Brief noch einmal eine solche politische Aktualität erfahren würde.

Isabelle

Unsere unterbelichtete Isabelle schrieb einen Brief

Hier der Brief unserer Isabelle, die ja, wie ihr wisst, leicht unterbelichtet ist:

“Lieber Petticoatausschuss, ich bin die Isabelle, die Tochter von Moni und Manni und will, dass mein Papa, was der Manni ist, Bundespräsent wird. Ja, mein Papa der ist cool. Und beliebt. Wenn der redet, dann lachen Leute. Wenn die Politiker reden, dann ist das auch lachhaft. Aber danach werden die Leute ganz ernst.

Und darum will ich, dass mein Papa Bundespräsent wird. Und außerdem wünsche ich mir, beim Neujahrsempfang neben meinem Papa stehen zu dürfen, um die Botschafter zu filetieren.

Das war’s. Eure Isabelle”

Wird Manni der nächste Bundespräsident?

Wird Manni der nächste Bundespräsident?

Wer dafür ist, dass wir Manni als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorschlagen, der melde sich bei uns. Isabelle wäre happy.

Uta Serwuschok / 26. Mai 2010

News

Tom Pauls und seine Figur Ilse Bähnert

Gestern Abend luden mich meine Freunde Monika und Wolfgang U. Schütte zu einem Abend mit Tom Pauls in den Rathaussaal nach Markkleeberg ein.

Tom Pauls

Tom Pauls, hier als Ilse Bähnert, ist zur Lachmesse am 24. Oktober zu Gast bei uns

Um es vorweg zu nehmen, der Sachse würde sagen: “Es war Spitze.” Und wie so oft beobachte ich nach der Vorstellung, dass Leute aus dem Publikum versuchen, diese Bähnerten nachzumachen. Unser Kneipenpauschi Dirk tut dies auch leidenschaftlich gern und wenn ich ihm sage, mach mir mal die Bähnert, dann kommt wie aus der Pistole geschossen diese hochgedrehte Stimme mit ihrem unverwechselbaren Klang. Schon die vielen Kopien zeigen, wie beliebt diese Figur ist.

Aber ihr eigentlicher Wert wird erst deutlich durch die anderen Figuren, die Tom Pauls an diesem Abend spielt. Figuren, deren Leben eher von trauriger Gestalt ist. Sie sind beziehungsmüde, verstört vom Alltag und leben irgendwie ihre Neurosen aus. Sie sind allein. Den Kontakt zur Welt hält die Bähnerten.

Ich habe mich gefragt, warum ich über die Bähnert so lache. Eigentlich ist sie nicht wirklich appetitlich. Ihre persönliche Ästhetik lässt sehr zu wünschen übrig, wenn sie zum Beispiel ihre getragenen Strümpfe unter der Nase lang zieht und dann auf dem Kaffeetisch ablegt.

Tom Pauls lässt keinen Zweifel daran, dass bei der Bähnerten schon lange kein Mann mehr mit Blumen vor der Tür stand. Wie sie so ihre maskulinen Beine in eine Schüssel mit Wasser stellt, oder ihre altmodische Schürze wie eine zweite Haut trägt, da denkt man eher: die hat auch irgendwie mit der Welt abgeschlossen. Fast wirkt sie etwas runtergekommen. Aber dann reckt sie uns ihr Gesicht entgegen, das den Spaß schon ahnen lässt und sie “hechelt” los. Mit Herz und Schnauze. Man erkennt ihre Seele und weiß, da ist gar nichts runtergekommen. Alles ist gesund und geprägt von einem unbestechlichen Blick auf die Welt. Darum ist die alte Bähnerten sehr wohl attraktiv. Attraktiv für Jedermann. Denn sie verkörpert etwas, was als Luxus in dieser Gesellschaft gilt: Sie spricht Klartext. Sie leistet sich Wahrheit, denn sie hat, wie wir das so schön sagen, nichts mehr zu verlieren. Dies ist ein wertvoller gemeinsamer Nenner, der ins Publikum getragen wird. Und es ist gut möglich, dass ein Handwerker mit ähnlichen Gefühlen den Zuschauerraum verlässt, wie ein Vorstandsvorsitzender eines großen Unternehmens.

Ich hätte diesem Nachkriegsmodell von Weib noch stundenlang zuhören können. Aber so ein Abend geht irgendwann einmal zu Ende. Mich hat er sehr berührt. Und ich denke, Ilse Bähnert wird das nächste Jahrhundert überdauern. Denn was sie sagt, ist weder kapitalistisch noch sozialistisch geprägt. Es ist einfach menschlich. Ein kleines, großes Stück sächsische Schöpfung. Überzeugend präsentiert von ihrem Erfinder Pauls. Tom Pauls.

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Uta Serwuschok / 25. Mai 2010

News

Pfingsten in Leipzig- schwarze Kostüme, grüne Auen und ein rammelvoller Zoo

Nun sind die Pfingstfeiertage vorbei und sie haben uns ein schönes und aufregendes Wetter beschert. Am Sonntag schien wie verrückt die Sonne und gestern am Nachmittag trommelten Hageleier an mein Fenster. Dennoch, Leipzig zeigte sich von seiner schönsten Seiten.

Am Sonntag schwang ich mich auf mein Rad und fuhr in die Stadt. Im Zentrum wimmelte es von Menschen und die dominierende Farbe war schwarz. Die Wave-Gotik-Szene bevölkerte Leipzig und wie jedes Jahr freue ich mich darüber. Die zum Teil schrägen und schrillen Kostüme wurden von allen bestaunt und wie jedes Jahr amüsierte ich mich darüber, dass ich wie ein Mann den Frauen hinterher glotze, weil mich die Sexi-Netzstrümpfe faszinieren und die Großzügigkeit bei der Gestaltung von allen nur denkbaren erogenen Zonen. Ich hielt im wahrsten Sinne des Wortes Maulaffen feil. Einige Kostüme wurden durch ausladende Reifen gehalten und ich grübelte, wie die Trägerin in die Straßenbahn kommt. Geschweige denn, einen Sitzplatz einnehmen kann. Aber wie dem auch sei. Dieses fantasievolle Bild unserer Stadt fesselte mich. In diesen Momenten wirkt sie so tolerant und damit auch so menschlich.

Ich fuhr weiter in die grünen Auen. Elsterwehr, Luppedamm und das Rosental sind meine Ziele.

Dieser Pfingstsonntag ist seit langer Zeit ein Tag ohne Regen. Die Natur präsentiert sich im satten Grün und wirkt wie ein Ort, an dem gründlich geputzt und gescheuert wurde. Die Blätter an den Bäumen sahen so blank aus, als wären 1-Euro-Arbeitskräfte von Ast zu Ast gesprungen und hätten gewienert, was das Zeug hält. Ein wahnsinnige Pracht. Das hatte sich herumgesprochen, denn mit mir waren Tausende unterwegs. Auch hier, Menschen wohin das Auge reicht. Sie schnellten mit Rädern an mir vorbei, lagen an den Flussufern oder saßen um Grillplätze herum. Und überall Kinder. Kinder ohne Ende, die auf kleinen Fahrrädern mit viel Geschick zwischen den Erwachsenen herum sausten. Immer wieder muss ich darüber lachen, wie untern den riesigen Helmen die kleinen Köpfe fast gänzlich verschwinden. Irgendwie wirken die kleinen Mäuse immer wie ferngesteuert.  

Abends entschied ich mich, noch einen kleinen Zoobummel zu machen. Und auf diese Idee kamen wohl viele andere auch. Von wegen am späten Nachmittag ist es nicht so voll! Auch hier Menschen über Menschen und auch hier alles entspannt. Man musste sich auch 18.00 Uhr mit Geschick einen Platz erobern, wenn man die Gorillas im Grünen bewundern wollte. Die Kinder hatten den Zoo in Beschlag genommen. Mit angemalten Tiergesichtern wurden sie von ihren Vätern auf die Schultern genommen oder sie spazierten die Mauern der Tiergehege entlang . Sie waren die Kings. Überall gab es Überraschungen und auf der Bühne am Gründergarten gab es sogar ein Kinderprogramm. Allerdings machte das auf mich einen ziemlich philosophisch Eindruck und ich sehnte mich nach der Zeit mit Gerhard Schöne zurück. 

Aber egal, ob Wave-Gotik, grüne Auen oder der Zoo.  Ich liebe Leipzig. Und an solchen Tagen, wie Pfingsten 2010 ganz besonders.

Eure Uta-Moni

PS: Vielleicht habt ihr auch ein schönes Pfingsterlebnis. Dann schreibt es als Kommentar. Wie freuen uns.

Uta Serwuschok / 20. Mai 2010

News

Monis Buchtipp “Hüftkreisen mit Nancy” von Stefan Schwarz

Also, der Manni hat der Moni zum Frauentag ein Buch geschenkt. Das heißt: “Hüftkreisen mit Nancy”. Die Moni hat mal so herzhaft beim Lesen gelacht, dass fast das Bett auseinander gefallen wäre . Einmal war es so laut, dass der Unternachbar gedacht hat, der dritte Weltkrieg ist ausgebrochen.

In dem Buch steht nämlich was ganz Weises. Also, ich meine jetzt nicht die Farbe für die Wand oder die Waisen, welche ohne Eltern sind, was ja in manchen Fällen sogar besser ist. Nein, die Moni meint die gesammelten Lebenserfahrungen, die weise oder eine Meise machen können.

Also, die Weisheit von dem Buch ist der Satz: “Der ganze Sozialismus ist ohne die männliche Begeisterung für gigantischen Unfug überhaupt nicht zu begreifen.”

Das ist nicht männerfeindlich, sondern wahr. Sagt Moni.

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Uta Serwuschok / 17. Mai 2010

Manni News Super Manni!

Diese Woche ist Super-Manni-Woche!!!

+++Unser Wochenhighlight! +++Vom 18. bis 20. Mai tobt Super Manni! über die Bühne.+++Der erfolgreiche Solo-Abend von und mit Thomas Störel.+++

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