Uta Serwuschok / 31. Mai 2010

Briefkästen weinen nicht News

Isabelle schlägt Manni als neuen Bundespräsidenten vor

In dem Programm “Briefkästen weinen nicht”, das im August seine letzte Vorstellung erlebt, wendet sich die Tochter von Moni und Manni mit einem Brief an den Petitionsausschuss des Bundestages und sagt, wer neuer Bundespräsident werden soll. Damals wussten wir nicht, dass dieser Brief noch einmal eine solche politische Aktualität erfahren würde.

Isabelle

Unsere unterbelichtete Isabelle schrieb einen Brief

Hier der Brief unserer Isabelle, die ja, wie ihr wisst, leicht unterbelichtet ist:

“Lieber Petticoatausschuss, ich bin die Isabelle, die Tochter von Moni und Manni und will, dass mein Papa, was der Manni ist, Bundespräsent wird. Ja, mein Papa der ist cool. Und beliebt. Wenn der redet, dann lachen Leute. Wenn die Politiker reden, dann ist das auch lachhaft. Aber danach werden die Leute ganz ernst.

Und darum will ich, dass mein Papa Bundespräsent wird. Und außerdem wünsche ich mir, beim Neujahrsempfang neben meinem Papa stehen zu dürfen, um die Botschafter zu filetieren.

Das war’s. Eure Isabelle”

Wird Manni der nächste Bundespräsident?

Wird Manni der nächste Bundespräsident?

Wer dafür ist, dass wir Manni als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorschlagen, der melde sich bei uns. Isabelle wäre happy.


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Uta Serwuschok / 24. Apr 2010

Briefkästen weinen nicht Manni News

Hero Manni läuft morgen Halbmarathon

Warum nur der halbe und nicht  der ganze Marathon? Nun, das liegt daran, dass der Freund von Manni, was der Wolfram Dütthorn ist, morgen nicht mitlaufen kann. Da gibt auch Manni nur die Hälfte. Das zeichnet eine echte Freundschaft aus.

Manni "schoggt" im Neanderthaler-Kostüm

Manni "schoggt" im Neanderthaler-Kostüm

Dennoch, es wird morgen wieder ein sportliches Großereignis in der Stadt. Lauter Marathonis und Mara-Tonnen (so nennt Manni die Frauen) wollen vom heimischen Publikum angefeuert werden. In der LVZ vom 22. April könnt ihr euch über die Laufstrecke und Straßensperrungen informieren.  Über den Autoverkehr müsst ihr euch keine Gedanken machen. Der ist wie immer. Er wird weiträumig umgeleitet.

Macht es wie Moni. Schwingt euch aufs Rad. Bei dem Wetter!

Heute gibt es aber bei Sanftwut 17.00 und 21.00 Uhr “Briefkästen weinen nicht”. Da ist Manni als “Bauerwogger” unterwegs. “Bauerwogging”  ist der Marathon für Rentner.

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Uta Serwuschok / 07. Feb 2010

Briefkästen weinen nicht Publikum

Burgtheater bei Sanftwut

Es gibt Vorstellungen, wie gestern Abend, die geben uns das Gefühl, dass wir Kabarettisten ganz großes Theater machen. Da kommen wir uns vor, wie Schauspieler vom Burgtheater Wien. Das sind solche Abende, wo die Leute im Saal ganz hübsch angezogen sind, so, als gingen sie in eine Tragödie. Das ist gar nicht weiter schlimm. Aber diese Menschen sitzen auch da wie Tragödie. Ganz andächtig und lachen nicht. Sie schmunzeln. Das ist dann aber schon ein großer Temperamentsausbruch. Eigentlich müssten wir Kabarettisten uns bockig stellen und sagen: “Wollt ihr euer Geld zurück und lieber nach Hause gehen?” Wenn da nicht diese aufmerksamen Gesichter und der lange Beifall nach unseren Nummern wäre. Das Publikum ist uns gut gesonnen und voll konzentriert. Die Zuschauer haben nur keine Lust, zu lachen. Sie nehmen uns als ernste Kunst und da verhält man sich ehrfurchtsvoll. Und besonders lustig daran ist, dass das ganz selten vorkommt. Aber wenn, dann finden sich all diese Leute an einem Abend bei uns ein. Dennoch, es macht Spaß. Wisst ihr, was für ungewollte Komik entsteht, wenn man eine Pointe spricht, von der man weiß, die ist sonst der Brüller und es kommt keine Reaktion? Ehrlich, wir fanden das sehr witzig. Und wir kennen diese Abende. Sie gehen immer gut aus. Mit mindestens einer Zugabe. Das Publikum ist am Ende glücklich und wir Kabarettisten kommen uns vor wie im großen Theater. Da lässt man auch den Schauspieler ausreden und lacht nicht dazwischen oder quatscht gar noch in den Text. Aber vielleicht kamen die Zuschauer gestern auch von einer Faschingsveranstaltung und wollten endlich ernst genommen werden. Oder, sie waren Ausländer.

Wie sagte mal ein kleiner Junge in einem Joghurt-Werbe-Sport. “Irgendwann kriegen wir euch alle.”


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Uta Serwuschok / 21. Mai 2009

Briefkästen weinen nicht

Kleider machen Leute …

…und darum muss ich Ihnen noch meine Freundin Ellen vorstellen. Sie entwirft und fertigt für uns die kabarettistischen Kostüme.

Ein Bild von mir und Hellen

Ein Bild von mir und Hellen

Ellen hat das, was man goldene Hände nennt. Sie ist Gewandmeisterin im Theater und bastelt schöne “Hingucker”. Von ihr sind der Briefkasten, meine Ausstattung für Cayenne und Thomas Kleid innerhalb dieser Nummer. Was ich an ihr so mag, ist ihre hohe Sensibilität, die sie unserem Genre entgegenbringt. Sie hat das, was man so dringend bei uns braucht. Den Blick für die witzigen Details. Fast alle Kostüme, die schräg sind, sind durch Ellen entstanden.

Mit einer Ausnahme.
Ingolf, der in der Nummer „Cayenne“ im Lack daher kommt, wurde von uns in einen Sexshop geschickt. Damit er das richtige für seine Bühnenfigur findet. Noch nie hatten wir so schnell ein Ausstattungsstück zu den Proben vorliegen und das gewagte Lackensemble machte uns baff. Was für Mut und was für Träume wir wohl in uns tragen.

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Über den Einkaufsbummel im Erotikshop schweigt Ingolf sich bis heute aus. Dabei sind wir alle so neugierig. Wir, das sind alle Beteiligten an dem Programm „Briefkästen weinen nicht“. Und natürlich Sie, liebes Publikum. Wir freuen uns darüber, dass Sie bei uns reinschauen. Und damit meinen wir nicht nur unser Theater, sondern auch diesen Blog.


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Uta Serwuschok / 20. Mai 2009

Briefkästen weinen nicht

Der Techniker ist schuld

Der Techniker ist wie ein Gespenst. Man sieht ihn nicht, und dennoch ist er immer vorhanden und wir ihm ausgeliefert. Denn Sie, liebes Publikum, hätten ja nichts davon, wenn wir im Dunkeln stehen würden oder wenn die Mikrofone ohne Saft sind. Wobei, das kriegen wir auch so hin, denn wir sind als stimmgewaltig bekannt. Unser Techniker, der Herr Keller, kann aber nicht nur Licht machen. Er ist ein leidenschaftlicher Forscher. Und er liebt es, in seinen Computer zu kriechen und neue Dinge herauszufinden. So wie es Hausbesetzer gibt, so gibt es auch Computerbesetzer

Man muss solche Leute nie lange suchen, sie sitzen immer an ihrem Lieblingsspielzeug. Wenn jemand fragt, „wo ist Herr Keller“ kommt meist die Antwort: „Na wo, am Computer.“ Aber er ist auch ein leidenschaftlicher Bastler. Teile der Ausstattung für „Briefkästen weinen nicht“ wurden von ihm gebaut. So auch die schönen Briefe, die wir während der Vorstellung in den Briefkasten werfen. Jeder Brief wurde mit charakteristischen Details versehen. Das war wichtig für den Wiedererkennungseffekt im Finale. 

Herr Keller mit seinen Briefen

Herr Keller mit seinen Briefen

Als er die Briefe zur Probe mitbrachte, waren Choreografin und Regisseurin völlig aus dem Häuschen und des Lobes voll. Sie hätten Herrn Keller am liebsten adoptiert und schwebten in ihrer Begeisterung wie Elfen durch das Theater. Die beiden Frauen wissen eben: gute Requisiten und Kleider machen Leute …


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