Uta Serwuschok / 14. Jan 2010

Heute hau'n wir auf die Pauker Publikum

Wunderbares Publikum

Ich komme eben von unserer Vorstellung “Heute haun wir auf die Pauker”. Es war nicht nur eine sehr gute Stimmung unter den Zuschauern. Sondern auch ein schönes Bild für uns Spieler, wenn wir in die Gesichter der Leute sahen. Eine sehr aufgeweckte Bande. Alle Generationen waren vertreten und besonders fröhlich war eine Gruppe junger Leute. Schüler einer 10. Klasse. Sie amüsierten sich prächtig und bildeten den Blickfang im Publikum. Um sie herum saßen die “Alten” und “Mittelalten” und hatten sichtlich Freude an der unbekümmerten Art der jungen Leute. So sahen die Zuschauer nicht nur zu uns auf die Bühne, sondern sie nahmen auch mit fröhlichen Gesichtern die Schüler auf und feixten über sie. Es ergab sich eine wunderbare Gemeinsamkeit. Und irgendwie war diese Ansammlung verschiedener, aber froh gestimmter Generationen auch ein Geschenk für uns Spieler. Einer der Jungen hatte eine Lache (hochdeutsch; ein Lachen), die aus tiefstem Herzen kam. Ich hätte sie gern aufgenommen und in den Blog gestellt. Es war einfach so schön für uns heute Abend. Danke, liebes Publikum. So wurden auch wir Spieler reich beschenkt.


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Uta Serwuschok / 10. Dez 2009

Heute hau'n wir auf die Pauker

Was hat Sanftwut mit Roman Polanski zu tun

Der weltberühmte Regisseur Roman Polanski, der nun mit Fußfesseln in seinem Haus sitzt, drehte vor einem Jahr den Film “The Ghost”. Kulisse für den Film war die nördlichste Spitze Deutschlands, der Lister Ellenbogen, auf der Insel Sylt. Die Einheimischen erzählen, dass das komplette Team sehr freundlich und angenehm aufgetreten ist und einen guten Eindruck hinterlassen hat. Der Lister Ellenbogen ist eine bizarre, unter Naturschutz gestellte, Schönheit. Aber wenn keine Touristen dort sind, dann wirkt er menschenleer und unheimlich. Es gibt da einen Leuchtturm und zwei, drei Häuser. Das war es dann schon. Und selbst bei schönstem Wetter darf man dort nicht baden, denn die Strömung von Nordsee und Wattenmeer ist lebensgefährlich. Auf allen Karten ist dieser Teil der Insel mit Totenköpfen markiert, die auf diese Gefahr hinweisen. Dieses, nun zum Weltnaturerbe gehörende Stück Erde, diente Polanski als Kulisse für “The Ghost”. Jetzt fragen Sie sich, was hat das mit Sanftwut zu tun? Es ist so: Bei dem Programm “Heute haun wir auf die Pauker” singen Thomas und ich als altes Ehepaar das “Wiggellied”. Wir berichten von unserem Dorf lauter gruslige Sachen. Zum Beispiel, dass einer seine Frau umbringt, einem die Finger abgeschnitten werden und dass ständig die Polizei bei uns ist.  Die  Tatorte werden absperrt und wir zwei Alten organisieren uns das  Absperrband um Designerbeutel daraus zu flechten. Am Ende des Liedes singen wir: “Das Absperrband ist von Filmaufnahmen in unserm finstern Neste, die Kulisse im Osten schwärmt Hollywood, wär für Horrorfilme das Beste.” Und dann denke ich jeden Abend: Es ist falsch, was wir singen. Auch wenn “The Ghost” keine Hollywood-Produktion ist. Die Kulisse für Horrorfilme liegt auf der Insel Sylt. Also, im Westen. Aber vielleicht kam Polanski nicht bis in den Osten. Sonst wäre er sicher in unserem beschriebenen Dorf gelandet.

 

Eine aktuelle Anmerkung vom 12. Februar 2010.

Dieser Film von Roman Polanski ist heute auf der 60. Berlinale zu sehen. Er trägt nun aktuell den Titel: “The Ghostwriter” und ist mit Staraufgebot in Berlin vertreten. Außerdem wissen wir jetzt, dass es ein Thriller ist. Ein Polit-Thriller. Zusätzlich fanden Aufnahmen in Peenemünde statt. Irgendwie grotesk ist, dass Polanski als Regisseur nicht anreisen kann. Seine Schauspieler geben für ihn die Pressekonferenzen. Das machen sie aber sehr gut. Wünschen wir also diesem Film viel Erfolg auf der 60. Berlinale.


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Uta Serwuschok / 24. Nov 2009

Heute hau'n wir auf die Pauker

Respekt

In unserem Programm “Heute haun wir auf die Pauker” hat sich ein Lied viele Herzen der Lehrer und Eltern in diesem Land erobert. Als wir es im September zur Uraufführung brachten, wussten wir nicht, dass es eine Bildungsministerin in diesem Land gibt, die auf zynische Weise endgültig durch ihre neusten Pläne die Lernwilligen und Begabten aus sozial schwachen Familien von den Universitäten verbannt. Für Forschung und Entwicklung ein Inferno. Und für jene Lehrer, die hauptsächlich an den Schulen sozialer Brennpunkte arbeiten, die absolute Gewissheit, dass sie mit ihrem Bildungsauftrag allein gelassen sind. Für sie insbesondere ist dieses von Thomas Störel geschriebene Lied “Respekt”.

Es singen Uta Serwuschok und Thomas Störel.

Die Aufnahme erfolgte durch Thomas Hauf.



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Uta Serwuschok / 24. Nov 2009

Heute hau'n wir auf die Pauker

Ein Transparent für die Studentenproteste

Hallo Frau Schahwan, bidde machen sie den Schwahn. Und zwar den von Scheigowski.

Ihr 9 beh


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Uta Serwuschok / 24. Sep 2009

Heute hau'n wir auf die Pauker

Mein bestes Zeugnis und vom Wert der Kopfnoten

Es ist bei Premieren üblich, dass Freunde kleine Geschenke bringen. Das geht vom Kaffeelöffel, über selbst gemachte Konfitüre ,Pantoffeln, bis hin zu wunderschönen Blumensträußen. Ein Geschenk fiel bei “Heute haun wir auf die Pauker” aus dem Rahmen, weil es besonders originell war. Susi Störel überreichte mir und Thomas ein Zeugnis.

Utas Zeugnis

Utas Zeugnis

Zeugnis von Thomas

Zeugnis von Thomas

Während Thomas mit etwas hängenden Ohren da saß, weil er mit seinen Noten nicht einverstanden war, jubilierte ich. Noch nie hatte ich so gute Kopfnoten. Und so eine positive Beurteilung. Bei den Naturwissenschaften kam ich nicht so gut weg. Aber ich sagte Susi, das ginge für mich in Ordnung. Dennoch, Pointen haben sehr viel mit Mathematik zu tun. Mit meiner 3 - in Mathe käme ich auf der Kabarettbühne nicht weit.

Denn Kabarett arbeitet nach eigenen Gesetzmäßigkeiten und im Sekundentakt. Was so leicht auf der Bühne daher kommt, ist in Wahrheit ein exaktes Kalkül. Tatsächlich rechnen wir uns ganz genau aus, wann man auf den Punkt die Pointe setzt. Sätze, die vor einer Pointe stehen, ordnen sich dieser Wirkung unter. Würde man unsere Arbeit tatsächlich analysieren, wären viele Naturwissenschaftler über die Nähe zu uns verwundert.

Naturwissenschaften sind für mich immer ein Buch mit sieben Siegeln gewesen. Aber heute fühle ich mich diesen Gesetzmäßigkeiten sehr verbunden. Also, die 3 - in Mathe von Susi ist vielleicht nicht ganz gerecht, schaut man auf das, was wir machen. Aber meine Freude über das Zeugnis ist ungetrübt.

Und soll mir noch mal einer sagen, dass Kopfnoten wie Fleiß, Mitarbeit, Ordnung und Betragen nicht wichtig sind für unser Leben. Fleiß und Mitarbeit sind magische Worte, sieht man auf die hohe Zahl jener Menschen, die sich bei den Arbeitsagenturen melden müssen. Denn ich glaube schon lange nicht mehr den arroganten Bemerkungen einiger Mitmenschen, dass der, der will, auch Arbeit findet. Berühmtestes Beispiel sind die Opel-Werke europaweit. Soll mir einer sagen, dass man diesen Leuten,die tagtäglich ihre Arbeit sorgfältig verrichten, schlechte Kopfnoten geben kann. Mit Sicherheit nicht. Denn wer in dieser Industrie in Lohn und Brot steht, hat eine hohe Arbeitsmoral. Sonst könnte man da nicht überleben.

Um so mehr betrüben mich die Nachrichten über die Wirtschaft und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich vor der Bundestagswahl nicht so gute Kopfnoten an die etablierten Parteien verteilen kann.  Da landen alle ziemlich weit hinten. So ab 5 aufwärts. Gut, in Sport bekommen sie alle eine Eins. Denn ihre Leistung beim Absolvieren von Wahlveranstaltungen ist beispielhaft. Wie sagt ein alter Spruch so schön: Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen.


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