Uta Serwuschok / 08. Sep 2009

Heute hau'n wir auf die Pauker

Ein Wiegenlied für Moni

Schlaf, Moni, schlaf,

lern deine Texte brav.

Leg sie unters Kissen fein,

dann krabbeln sie ins Hirn hinein, 

von ganz allein.

Schlaf, Moni, schlaf.

 

Gute Nacht.


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Uta Serwuschok / 07. Sep 2009

Heute hau'n wir auf die Pauker

Woran man eine ostdeutsche Verkäuferin erkennt

Während der Probenarbeit fallen immer wieder auch Einkäufe für Requisiten und Kostüme an. Wir suchen in allen möglichen Warenhäusern und kleinen Läden dieser Stadt. Vor ein paar Tagen verständigten wir uns über ein Motiv für das Plakat „Heute haun wir auf die Pauker“. Ingolf schlug vor, dass wir als Moni und Manni eine Zuckertüte in der Hand halten sollten. Weil es in dem Programm ja um Schule und Bildung geht. Ich machte mich also auf den Weg, um eine Zuckertüte zu kaufen. Ich war schon an der Tür, als Thomas mir hinterher rief: „Guck mal nach so ein paar Minizuckertüten, diese ganz kleinen. Die können wir vielleicht mit einarbeiten.“

Zuckerschnütchen mit Zuckertütchen (Foto: serwu)

Zuckerschnütchen mit Zuckertütchen (Foto: serwu)

Ich flitzte also zu Galeria Kaufhof und fand sowohl die große Zuckertüte, als auch die ganz winzigen. Diese lagen in vielen Farben vor mir und da ich eine Frau bin, faszinierte mich die komplette Farbpalette. Ich griff tüchtig zu. Ich hatte 12 solcher kleiner Tüten in der Hand als ich zur Kasse lief. Irgendwie muss der Ossi in mir die Oberhand gewonnen haben, denn ich ging davon aus, dass so ein Miniteil höchstens 20 Cent kostet. Damals im Osten war Papier ganz billig. Ich legte also meine Ausbeute auf den Kassentisch und da kam er, dieser nur in ostdeutschen Warenhäusern gesprochene Satz der Kassiererin: „Da kostet aber eine 2 Euro.“ Sie meinte meine süßen kunterbunten Zuckertüten. Und ich, völlig entsetzt, frage nach. „Zwei Euro?“ „Ja, zwei Euro. Eiiiine.“ Ich war regelrecht geschockt und sagte kleinlaut. „Da nehme ich nur die Hälfte.“ Und trennte mich, höchst ungern, von einigen Farben.

Als ich das Warenhaus verließ, überlegte ich mir, dass mit hundertprozentiger Sicherheit keine Verkäuferin im Westen Deutschlands so besorgt mit meinem Geldbeutel umgegangen wäre. Man drückt die Summe ein, denn in der Demokratie kann jeder frei entscheiden, wie er sein Geld verplempert. Der Umsatz zählt. Hier im Osten ist das soziale Gewissen noch lebendig und auch der gesunde Menschenverstand. Denn mal ehrlich 2 Euro für ein Stück buntes Papier…. Und ich möchte wetten, für den Regenwald tut der Hersteller nichts. Wenn Sie also mal im Westen einkaufen und eine Verkäuferin spricht den Satz: „Das kostet ABER …“, dann wissen Sie, die wurde im Osten geboren und meint es gut mit Ihnen. Die friedliche Revolution konnte uns Ossis viel überstülpen. Nicht aber Minizuckertüten für 2 Euro das Stück. Es sei denn, Sie verschenken sie ohne Inhalt. Oder treiben Ihren Schabernack damit, so wie wir.


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Uta Serwuschok / 06. Sep 2009

Heute hau'n wir auf die Pauker

Wie wir Texte lernen

Ich, was die Moni bin, ich lerne meine Texte auf dem Sofa, im Bett, vor der Vorstellung oder ganz besonders gern bei meinem Spaziergängen im Leipziger Zoo. Das müsst ihr euch so vorstellen: ich laufe bis zu den Pinguinen, dann setze ich mich dort auf die Bank und konzentriere mich auf den Text. Ich nuschle den ganz leise vor mich hin. Dann gehe ich wieder ein Stück weiter bis zum Elefantentempel, setze mich dort wieder auf eine Bank und nuschle. Dann mache ich eine Pause vom Lernen, weil ich mich Richtung Pongoland bewege und dort gehört meine volle Aufmerksamkeit den Gorillas. Die liebe ich über alles und dort wird auch kein Text gelernt. Dann geht es gemächlich weiter zum Bahnhof Affenhausen. Und dort nuschle ich wieder, um endgültig zu wissen, dass ich das, was ich bei den Pinguinen schon wusste, wieder vergessen habe. Aber das macht nichts. Irgendwann kennt man seinen Text.

Thomas, was der Manni ist, der lernt besonders extravagant. Der läuft nämlich. Marathon. Und beim Training lernt der seine Texte. Wenn also so ein Marathoni an dir vorbeisaust und dazu so seltsames Zeug redet, dann ist das Manni. Der nächste Marathon findet in Berlin statt. Ratet mal wann? Genau am Tag der Premiere. Am 20. September. Also, ich sage nur, eine gewisse Verrücktheit gehört zu unserem Beruf.

Aber vielleicht liegt es ja am Ausdauersport, dass Thomas seine Texte schneller lernt als ich. Aber macht nichts. Wir freuen uns auf die Premiere und wir hoffen, unsere Fans auch.

In den nächsten Tagen gibt es viele Informationen zu den Proben auf  dieser Seite.


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Uta Serwuschok / 12. Aug 2009

Heute hau'n wir auf die Pauker

Halbwissen

Der Mensch wird dumm ge-…

Der Mensch wird dumm ge-…

…boren und manche wern von da an immer dümmer.

…boren und manche wern von da an immer dümmer.

Und mehr wird nicht verraten.


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Uta Serwuschok / 11. Aug 2009

Heute hau'n wir auf die Pauker

Probenbeginn in der Wohnstube

So,  jetzt richten wir unseren Blick auf die Arbeit.SANFTWUT inszeniert wie immer zu Spielzeitbeginn ein neues Programm. Es trägt den Titel: „Heute haun wir auf die Pauker“. Und weil wir schon beim Hauen sind, sollten Sie sich die Plastikröhren anschauen, die da auf dem Foto zwischen Uta (Moni) und Thomas (Manni) liegen.

Raten Sie mal, wie die heißen? Boomwhacker.

Raten Sie mal, wie die heißen? Boomwhacker.

Mit Boomwhacker kann man Töne erzeugen, wenn man sie sich auf den Kopf, den Oberschenkel, die Arme oder auf den Po schlägt. Echte Schlaginstrumente also. Auf dem Foto sieht man, wie  Thomas für Uta ihre Boomwhacker raussucht.

Klangteppich

Klangteppich

Es ist ja wichtig, die richtigen Töne einzusetzen. Das soll ja ganz schön klingen. Wie immer bei SANFTWUT.


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