Uta Serwuschok / 04. Mrz 2010

Publikum

An unseren kranken Fan

Gestern telefonierte ein weiblicher Fan unseres Blogs mit Ingo, unserem freundlichen Kartenverkäufer, und richtete an uns Grüße aus. Und lobte noch mal die Lesung vom 18. Februar. Das ist ja auch schön. Weniger schön ist, dass das Gespräch aus dem Krankenhaus kam. Nun wissen wir nicht, wer da an mich/uns gedacht hat. Vielleicht meldet sich dieser Fan per blog bei uns, damit wir unsere Genesungswünsche an eine konkrete Adresse schicken können. 

Wer auch immer du bist, melde dich bei uns. Wir drücken jedenfalls alle Daumen, dass der Krankenhausaufenthalt bald beendet und du wieder gesund bist.

Die Sanftwütigen


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Uta Serwuschok / 21. Feb 2010

Lesung bei Sanftwut Moni Publikum

Was ich zur Lesung sagen möchte!

In aller erster Linie ein dickes Danke! Diese Lesung war für mich voller Überraschungen. Erstens glaubte ich, dass ich mit 20 “Hanseln” sitzen werde und ich überlegte, ob ich dazu ein paar Plätzchen oder einen Marmorkuchen backe. Als die Bestellungen auf 40 Personen anstieg, dachte ich, das wird wohl nichts mit den Keksen. Dann bekam ich Angst, dass Gäste kommen, die kein Dach über den Kopf haben und sich aufwärmen wollen. Denn es war ja der Eintritt frei. (Achtung! Dies ist keine Abwertung.) Und drittens vermutete ich, dass keiner weiß, dass es eine Lesung ist. Also terrorisierte ich unseren Kartenverkauf und fragte ständig, ob man auch darauf aufmerksam macht, dass ich lese. Allein! Meine Kollegen verleierten schon die Augen, wenn sie mich sahen. Ehrlich, ich glaubte zwar an mich, aber nicht an die Resonanz. Das Schönste an diesem Abend war also mein Publikum. Ich hatte das Gefühl, ihr habt alle mit daran geschrieben. Auch spielte ich sehr wohl mit dem Gedanken, immer wieder auch frei Schnauze einiges zu erzählen und die fertigen Texte zu verlassen. Aber auch hier hatte ich eher die Ahnung, dass mir dazu der Mut fehlt. Dass dann alles so schön lief, ist der auch der Verdienst von euch allen, die ihr gekommen seid. 

Also, ich bedanke mich bei denen, die mir Mut für dieses Projekt gemacht und mich so liebevoll unterstützt haben.

So, jetzt gehe ich in den Schnee hinaus und Kaffee trinken zu meiner Freundin Ellen und ihrem Mann Helmut. Wenn ich zurück bin, schreibt euch eure Uta-Moni, warum sie sich so sehr darüber freut, wenn unsere Sportler auf dem Olympia-Treppchen stehen.

PS: Schade war, wir haben bei der Lesung nicht bemerkt, dass Manni uns einen Bloggruß geschickt hatte. Da wir immer auf das Eröffnungsbild zurück gegangen sind, war Manni leider nicht zu sehen. Aber ihr könnt den Gruß im Blog lesen. Wirklich hübsch.


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Uta Serwuschok / 14. Feb 2010

Heute hau'n wir auf die Pauker Publikum

Manni ist eine Made im Apfel

Made im Apfel

Made im Apfel

Gestern spielten wir “Heute haun wir auf die Pauker”. Eine besonders witzige Nummer ist “Rätseltime”. Manni (Thomas Störel) hüpft mit weißer Unterhose und einem roten Reifen über die Bühne und spielt ein Bilderrätsel. Gesucht wird das Logo der Arbeitsagentur. Aber in der Regel dauert es eine Weile, bis die Leute dahinter kommen. Da fallen also viele lustige Vorschläge, was Thomas darstellen könnte. So wird ganz häufig genannt:  der springende Punkt, Biene Maja, Motschegiebchen oder auch Batman. Doch gestern schoss einer aus dem Publikum den Vogel ab als er rief: “Made im Apfel”.

Nun ist Manni eine “Made im Apfel.”


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Uta Serwuschok / 07. Feb 2010

Briefkästen weinen nicht Publikum

Burgtheater bei Sanftwut

Es gibt Vorstellungen, wie gestern Abend, die geben uns das Gefühl, dass wir Kabarettisten ganz großes Theater machen. Da kommen wir uns vor, wie Schauspieler vom Burgtheater Wien. Das sind solche Abende, wo die Leute im Saal ganz hübsch angezogen sind, so, als gingen sie in eine Tragödie. Das ist gar nicht weiter schlimm. Aber diese Menschen sitzen auch da wie Tragödie. Ganz andächtig und lachen nicht. Sie schmunzeln. Das ist dann aber schon ein großer Temperamentsausbruch. Eigentlich müssten wir Kabarettisten uns bockig stellen und sagen: “Wollt ihr euer Geld zurück und lieber nach Hause gehen?” Wenn da nicht diese aufmerksamen Gesichter und der lange Beifall nach unseren Nummern wäre. Das Publikum ist uns gut gesonnen und voll konzentriert. Die Zuschauer haben nur keine Lust, zu lachen. Sie nehmen uns als ernste Kunst und da verhält man sich ehrfurchtsvoll. Und besonders lustig daran ist, dass das ganz selten vorkommt. Aber wenn, dann finden sich all diese Leute an einem Abend bei uns ein. Dennoch, es macht Spaß. Wisst ihr, was für ungewollte Komik entsteht, wenn man eine Pointe spricht, von der man weiß, die ist sonst der Brüller und es kommt keine Reaktion? Ehrlich, wir fanden das sehr witzig. Und wir kennen diese Abende. Sie gehen immer gut aus. Mit mindestens einer Zugabe. Das Publikum ist am Ende glücklich und wir Kabarettisten kommen uns vor wie im großen Theater. Da lässt man auch den Schauspieler ausreden und lacht nicht dazwischen oder quatscht gar noch in den Text. Aber vielleicht kamen die Zuschauer gestern auch von einer Faschingsveranstaltung und wollten endlich ernst genommen werden. Oder, sie waren Ausländer.

Wie sagte mal ein kleiner Junge in einem Joghurt-Werbe-Sport. “Irgendwann kriegen wir euch alle.”


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Uta Serwuschok / 14. Jan 2010

Heute hau'n wir auf die Pauker Publikum

Wunderbares Publikum

Ich komme eben von unserer Vorstellung “Heute haun wir auf die Pauker”. Es war nicht nur eine sehr gute Stimmung unter den Zuschauern. Sondern auch ein schönes Bild für uns Spieler, wenn wir in die Gesichter der Leute sahen. Eine sehr aufgeweckte Bande. Alle Generationen waren vertreten und besonders fröhlich war eine Gruppe junger Leute. Schüler einer 10. Klasse. Sie amüsierten sich prächtig und bildeten den Blickfang im Publikum. Um sie herum saßen die “Alten” und “Mittelalten” und hatten sichtlich Freude an der unbekümmerten Art der jungen Leute. So sahen die Zuschauer nicht nur zu uns auf die Bühne, sondern sie nahmen auch mit fröhlichen Gesichtern die Schüler auf und feixten über sie. Es ergab sich eine wunderbare Gemeinsamkeit. Und irgendwie war diese Ansammlung verschiedener, aber froh gestimmter Generationen auch ein Geschenk für uns Spieler. Einer der Jungen hatte eine Lache (hochdeutsch; ein Lachen), die aus tiefstem Herzen kam. Ich hätte sie gern aufgenommen und in den Blog gestellt. Es war einfach so schön für uns heute Abend. Danke, liebes Publikum. So wurden auch wir Spieler reich beschenkt.


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