Uta Serwuschok / 07. Feb 2010

Briefkästen weinen nicht Publikum

Burgtheater bei Sanftwut

Es gibt Vorstellungen, wie gestern Abend, die geben uns das Gefühl, dass wir Kabarettisten ganz großes Theater machen. Da kommen wir uns vor, wie Schauspieler vom Burgtheater Wien. Das sind solche Abende, wo die Leute im Saal ganz hübsch angezogen sind, so, als gingen sie in eine Tragödie. Das ist gar nicht weiter schlimm. Aber diese Menschen sitzen auch da wie Tragödie. Ganz andächtig und lachen nicht. Sie schmunzeln. Das ist dann aber schon ein großer Temperamentsausbruch. Eigentlich müssten wir Kabarettisten uns bockig stellen und sagen: “Wollt ihr euer Geld zurück und lieber nach Hause gehen?” Wenn da nicht diese aufmerksamen Gesichter und der lange Beifall nach unseren Nummern wäre. Das Publikum ist uns gut gesonnen und voll konzentriert. Die Zuschauer haben nur keine Lust, zu lachen. Sie nehmen uns als ernste Kunst und da verhält man sich ehrfurchtsvoll. Und besonders lustig daran ist, dass das ganz selten vorkommt. Aber wenn, dann finden sich all diese Leute an einem Abend bei uns ein. Dennoch, es macht Spaß. Wisst ihr, was für ungewollte Komik entsteht, wenn man eine Pointe spricht, von der man weiß, die ist sonst der Brüller und es kommt keine Reaktion? Ehrlich, wir fanden das sehr witzig. Und wir kennen diese Abende. Sie gehen immer gut aus. Mit mindestens einer Zugabe. Das Publikum ist am Ende glücklich und wir Kabarettisten kommen uns vor wie im großen Theater. Da lässt man auch den Schauspieler ausreden und lacht nicht dazwischen oder quatscht gar noch in den Text. Aber vielleicht kamen die Zuschauer gestern auch von einer Faschingsveranstaltung und wollten endlich ernst genommen werden. Oder, sie waren Ausländer.

Wie sagte mal ein kleiner Junge in einem Joghurt-Werbe-Sport. “Irgendwann kriegen wir euch alle.”


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Uta Serwuschok / 14. Jan 2010

Heute hau'n wir auf die Pauker Publikum

Wunderbares Publikum

Ich komme eben von unserer Vorstellung “Heute haun wir auf die Pauker”. Es war nicht nur eine sehr gute Stimmung unter den Zuschauern. Sondern auch ein schönes Bild für uns Spieler, wenn wir in die Gesichter der Leute sahen. Eine sehr aufgeweckte Bande. Alle Generationen waren vertreten und besonders fröhlich war eine Gruppe junger Leute. Schüler einer 10. Klasse. Sie amüsierten sich prächtig und bildeten den Blickfang im Publikum. Um sie herum saßen die “Alten” und “Mittelalten” und hatten sichtlich Freude an der unbekümmerten Art der jungen Leute. So sahen die Zuschauer nicht nur zu uns auf die Bühne, sondern sie nahmen auch mit fröhlichen Gesichtern die Schüler auf und feixten über sie. Es ergab sich eine wunderbare Gemeinsamkeit. Und irgendwie war diese Ansammlung verschiedener, aber froh gestimmter Generationen auch ein Geschenk für uns Spieler. Einer der Jungen hatte eine Lache (hochdeutsch; ein Lachen), die aus tiefstem Herzen kam. Ich hätte sie gern aufgenommen und in den Blog gestellt. Es war einfach so schön für uns heute Abend. Danke, liebes Publikum. So wurden auch wir Spieler reich beschenkt.


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Thomas Stoerel / 22. Dez 2009

News Publikum

Dies Bildnis ist entzaubernd schön

Liebe Leser, verzeiht uns dieses Foto. Das geht doch nicht wirklich! Oder? Ist das schräg. Erst wollten wir es löschen. Aber dann dachten wir, die Fans sollen auch von unseren Misserfolgen erfahren. Also: die Idee war, mal ganz seriös zu sein. Uta hat zu den Jungs gesagt: „Wir brauchen ein Foto als Weihnachtsgruß. Wir machen das am besten so, wie die Familie Schöbel bei Weihnachten in Familie. Wir drapieren uns um einen Tannenbaum.“

Schön ist hier nur der Baum - Foto: W. Dütthorn

Schön ist hier nur der Baum - Foto: W. Dütthorn

Das Ergebnis könnt ihr sehen. Wenn wir so Kabarett spielen würden, wie wir da sitzen… Ganz zu schweigen von Ingolf und Knut, die wie Soldaten der Terrakotta – Armee da stehen. Es war ein PR- Ausrutscher. Kommt nie mehr vor. Aber – wir haben es versucht! Der Wille war da! Frohe Weihnachten all unseren Fans und bleibt uns treu.

Eure Sanftwütigen


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Uta Serwuschok / 16. Okt 2009

Publikum

Rotnasenzeit

Es niest und hustet wieder in unserem Theater. Die Zuschauer kommen nun häufig mit kleinen hinterlistigen Wesen zu uns. Man nennt sie Bakterien oder Viren. Manch einer kommt sogar schon auf allen Viren und denkt nicht daran, dass unser Bruttosozialprodukt gesunde Menschen braucht. Bitte, liebes Publikum, da gibt es so kleine Spritzen, die man sich geben lassen kann, zum Schutz. Und meist werden diese Spritzen von ganz süßen Schwestern (auch Sprechstundenhilfe genannt) gegeben. Da hat man was davon. Und wenn Sie, lieber Zuschauer, sich ranhalten, lässt sich die Schwester vielleicht zu einer Spritztour einladen. Grippeschutzimpfung tut gar nicht weh. Und ist so gut für uns, unsere Stimmen und für Sie. Also, es gibt nicht nur einen Kampf gegen den internationalen Terror. Sondern auch einen Kampf gegen diese schnöden Erkältungskrankheiten, Grippen und andere um die Welt reisende Ungeheuer. Wie die Schweinegrippe zum Beispiel. Keiner will doch sagen, “Mensch hab ich ein Schwein gehabt.”  Anstecken sollen sich unsere Zuschauer nur beim Lachen. Ist das klar?!

So bitte nicht kommen!!!

So bitte nicht kommen!!!


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Uta Serwuschok / 08. Aug 2009

Publikum

Wenke Möhre

Das war unser Sommerlochfüller, der uns während unserer Abwesenheit voll und ganz zu vertreten in der Lage war. Klicken Sie drauf, um ihn sich anzuhören…


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