Uta Serwuschok / 14. Dez 2009

News

Das kann das Kabarett nicht erfinden- heute LVZ lesen

Heute stehen in der LVZ unter der Rubrik: AUS ALLER WELT (Seite 32)zwei ganz kuriose Ereignisse drin, die niemals ein Kabarettist erfinden kann. Nicht mal der allergrößte unter uns Clowns. Also lest bitte die Artikel: “100-Jährige von 98-Jähriger erdrosselt” und “Zwei Verletzte beim Streit um Einkaufswagen”. Das können wir Künstler euch wirklich nicht bieten. Das vermag nur der Mensch im wahren “Lähm” (wie der Sachse sagt). Ein Glück, dass das Christkind in der Krippe lag und nicht in einem Einkaufswagen. 

Ich habe euch doch prophezeit: der 4. Advent wird noch lustiger.

Eure Uta-Moni

Hallo, LVZ-Redaktion, krieg ich für diese Werbung ein Geschenk?


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Uta Serwuschok / 13. Dez 2009

Moni

3. Advent

Jedes Jahr zum 3. Advent geht die Moni zu Tante Liesbeth. Wir nennen sie nur alle Lilli, weil sie eigentlich sehr nett ist. Ihr Stollen schmeckt ganz lecker und jeder weiß, dass sie alles mit Herzen zubereitet, damit es ihren Lieben gut geht. Trotzdem gehen Manni und Isabelle schon lange nicht mehr mit zu Lillis Adventskaffee . Weil, die Tante Lilli lebt mit Mann und Sohn unter einem Dach. Und die streiten sich immer. Und jedes Jahr zum 3. Advent droht Tante Lilli ihnen: “Wenn ich mal tot bin, dann werdet ihr an meinem Grab weinen und sagen: ach hätten wir uns nicht so viel gestritten. Am Heiligen Abend mache ich es wahr und bringe mich um.” Nun ist das so eine Sache, wenn man etwas seit Jahren ankündigt und man macht es nicht. Da verliert man sein Gesicht. Und außerdem ist das mit dem Streiten so: das gehört zu uns Menschen. Streit ist wie Mondamin für die Soßen. Man braucht das als Bindemittel. Allerdings, wenn man nicht aufpasst, wird es eine ungenießbare Pampe. Man muss vorsichtig damit umgehen. Gut dosieren. Moni findet das schade mit der Tante Lilli. Aber Manni und Isabelle die sagen nur, die Lilli bringt sich nie um, weil die hat schon zittrige Hände und wenn die anfängt sich aufzuschlitzen, dann wird das nur ne Tätowierung. Noch dazu eine ganz schlechte.

Wenn Sie jetzt denken, das man solche Dinge nicht am 3. Advent erzählt, dann sage ich nur, warten Sie den 4. Advent ab. Da wird es noch lustiger. So, und jetzt geht die Moni zu Tante Lilli. Denn die Moni hat einen Hang zum Perversen und hört sich mit Leidenschaft jedes Jahr die gleiche Leier an. Vielleicht, weil Sie Tante Lilli und ihre zwei Vögel einfach nur mag.


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Uta Serwuschok / 10. Dez 2009

Heute hau'n wir auf die Pauker

Was hat Sanftwut mit Roman Polanski zu tun

Der weltberühmte Regisseur Roman Polanski, der nun mit Fußfesseln in seinem Haus sitzt, drehte vor einem Jahr den Film “The Ghost”. Kulisse für den Film war die nördlichste Spitze Deutschlands, der Lister Ellenbogen, auf der Insel Sylt. Die Einheimischen erzählen, dass das komplette Team sehr freundlich und angenehm aufgetreten ist und einen guten Eindruck hinterlassen hat. Der Lister Ellenbogen ist eine bizarre, unter Naturschutz gestellte, Schönheit. Aber wenn keine Touristen dort sind, dann wirkt er menschenleer und unheimlich. Es gibt da einen Leuchtturm und zwei, drei Häuser. Das war es dann schon. Und selbst bei schönstem Wetter darf man dort nicht baden, denn die Strömung von Nordsee und Wattenmeer ist lebensgefährlich. Auf allen Karten ist dieser Teil der Insel mit Totenköpfen markiert, die auf diese Gefahr hinweisen. Dieses, nun zum Weltnaturerbe gehörende Stück Erde, diente Polanski als Kulisse für “The Ghost”. Jetzt fragen Sie sich, was hat das mit Sanftwut zu tun? Es ist so: Bei dem Programm “Heute haun wir auf die Pauker” singen Thomas und ich als altes Ehepaar das “Wiggellied”. Wir berichten von unserem Dorf lauter gruslige Sachen. Zum Beispiel, dass einer seine Frau umbringt, einem die Finger abgeschnitten werden und dass ständig die Polizei bei uns ist.  Die  Tatorte werden absperrt und wir zwei Alten organisieren uns das  Absperrband um Designerbeutel daraus zu flechten. Am Ende des Liedes singen wir: “Das Absperrband ist von Filmaufnahmen in unserm finstern Neste, die Kulisse im Osten schwärmt Hollywood, wär für Horrorfilme das Beste.” Und dann denke ich jeden Abend: Es ist falsch, was wir singen. Auch wenn “The Ghost” keine Hollywood-Produktion ist. Die Kulisse für Horrorfilme liegt auf der Insel Sylt. Also, im Westen. Aber vielleicht kam Polanski nicht bis in den Osten. Sonst wäre er sicher in unserem beschriebenen Dorf gelandet.

 

Eine aktuelle Anmerkung vom 12. Februar 2010.

Dieser Film von Roman Polanski ist heute auf der 60. Berlinale zu sehen. Er trägt nun aktuell den Titel: “The Ghostwriter” und ist mit Staraufgebot in Berlin vertreten. Außerdem wissen wir jetzt, dass es ein Thriller ist. Ein Polit-Thriller. Zusätzlich fanden Aufnahmen in Peenemünde statt. Irgendwie grotesk ist, dass Polanski als Regisseur nicht anreisen kann. Seine Schauspieler geben für ihn die Pressekonferenzen. Das machen sie aber sehr gut. Wünschen wir also diesem Film viel Erfolg auf der 60. Berlinale.


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Uta Serwuschok / 07. Dez 2009

Erinnerungen News

Weltklimagipfel und Kühe, die nicht rülpsen und furzen

Heute hat der Weltklimagipfel in Kopenhagen begonnen. Ein Hit unter den Verbesserungsvorschlägen ist eine Grassorte mit mehr Zuckergehalt, die zukünftig die Kühe zu fressen bekommen sollen. Wegen der vielen Furzerei. Europäische Bauern haben das Futter getestet und festgestellt, dass tatsächlich ihre Kühe nicht mehr so rumrülpsen und rumfurzen. Es ist also nicht mehr so viel Methan in der Luft. Und die Kühe machen auch einen ganz glücklichen Eindruck. Alles gut, könnte man sagen. Aber was ist das Fazit der Testbauern? Nur wenn es sich finanziell lohnt, kriegen die Wiederkäuer das gesunde Gras. Das wird wieder ein Kuhhandel zwischen Politik und Bauernvolk. Ansonsten bleibt alles beim Alten und die Menschheit wird doch eher ins Gras beißen müssen, als sie eigentlich vorhat. Nur wegen der Kühe.

Sanftwut-Viecher Thomas Störel und Ingolf Serwuschok

Sanftwut-Viecher Thomas Störel und Ingolf Serwuschok

Aber Isabelle, die könnte bei einer Klimakatastrophe gegen ihre 6, die sie mal in Geografie bekommen hat, klagen. Denn auf eine Prüfungsfrage, was in Grönland wächst, hat sie geantwortet: Palmen. Und das wird ja dann bald so sein. Wie der Manni sagt. Das Mädel hat Fantasie und gehört mit ihren Visionen auf eine Eliteschule.

Die “EU-Norm” ist ein Hörbeispiel aus dem Jahre 2000. Es spielen Ingolf Serwuschok und Thomas Störel, der auch den Text schrieb.


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Uta Serwuschok / 06. Dez 2009

News

2. Advent

Advent, Advent zwei Lichtlein brennt. 

Wir wünschen unseren Fans eine schöne Adventszeit. Aber, Achtung, nicht die Tannenzweige, die mit zwei echten, brennenden Kerzen geschmückt sind, aus den Augen lassen. Sie wollen ja keine flambierte Wohnstube. Oder? Und wir wünschen, dass Sie auch zu den Weihnachtsfeiertagen froh gelaunt zu uns kommen.

Ihre feurigen Sanftwütigen, die mit dem Nikolaus auf dem Weihnachtsmarkt flambierten Glühwein saufen


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