Uta Serwuschok / 18. Okt 2009

News

Heute ist Lachmesse. Wir sagen: Welcome, Krissie Illing

Es ist angerichtet  für unseren Lachmessegast: der Techniker steht bereit, ein Obstteller ist in Arbeit und auf einer Karte, die wir Sanftwütigen geschrieben haben, steht:

“Welcome in the Kabarett Sanftwut, Krissie Illing! Nice to meet you.”

Lass es krachen!


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Uta Serwuschok / 16. Okt 2009

Publikum

Rotnasenzeit

Es niest und hustet wieder in unserem Theater. Die Zuschauer kommen nun häufig mit kleinen hinterlistigen Wesen zu uns. Man nennt sie Bakterien oder Viren. Manch einer kommt sogar schon auf allen Viren und denkt nicht daran, dass unser Bruttosozialprodukt gesunde Menschen braucht. Bitte, liebes Publikum, da gibt es so kleine Spritzen, die man sich geben lassen kann, zum Schutz. Und meist werden diese Spritzen von ganz süßen Schwestern (auch Sprechstundenhilfe genannt) gegeben. Da hat man was davon. Und wenn Sie, lieber Zuschauer, sich ranhalten, lässt sich die Schwester vielleicht zu einer Spritztour einladen. Grippeschutzimpfung tut gar nicht weh. Und ist so gut für uns, unsere Stimmen und für Sie. Also, es gibt nicht nur einen Kampf gegen den internationalen Terror. Sondern auch einen Kampf gegen diese schnöden Erkältungskrankheiten, Grippen und andere um die Welt reisende Ungeheuer. Wie die Schweinegrippe zum Beispiel. Keiner will doch sagen, “Mensch hab ich ein Schwein gehabt.”  Anstecken sollen sich unsere Zuschauer nur beim Lachen. Ist das klar?!

So bitte nicht kommen!!!

So bitte nicht kommen!!!


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Uta Serwuschok / 14. Okt 2009

Freunde News

Graue Eminenz der Lachmesse – Chef Arnulf Eichhorn

In Leipzigs Kabaretthäusern geht es wieder rund. Die 19. Lachmesse startet und überall wird geblödelt, gelacht und natürlich auch nachgedacht. Über all das, was wir unter dem Dach des Europäischen Humor- und Satirefestivals eingekauft haben. Man sieht Newcomer und alte Hasen, noch dazu berühmte, die dieses so erfolgreiche Festival mit Leben erfüllen. Die Kulisse ist eher laut, quirlig. Der Mann, der die Fäden im Hintergrund zieht, der ist eher ein leiser Typ.

Dennoch hat er sich Respekt verschafft. Durch Fachkenntnis und verantwortungsbewusste Haltung zur Kunst des Kabaretts. Sein Name ist Arnulf Eichhorn. Von allen nur Arnulf genannt.
Arnulf kündigt sich in der Regel nicht an. Arnulf ist einfach da. Zu ganz bestimmten Zeiten im Jahr hockt er zum Beispiel bei uns am Stammtisch und tut so, als wolle er nur ein Bier trinken. Aber er trinkt nicht nur ein
Bier. Im zeitigen Frühjahr holt er, so ganz nebenbei, immer ein paar Zettel aus der Tasche, wo Künstler draufstehen. Künstler, deren Programme er als zeigenswert empfindet. Dann sitzen wir beisammen und prüfen, welche Gastspiele für uns im Kabaretttheater Sanftwut in Frage kommen und machen mit ihm Nägel und Köpfe. Diese Leipziger Lachmesse ist durch Arnulfs Engagement heute zu einer bedeutenden Adresse geworden. Es ist sehr wohl ein Aushängeschild auch für die berühmten Künstler, in Leipzig bei der Lachmesse dabei zu sein. Arnulf hat dem Leipziger Publikum Gastspiele mit namhaften Künstlern beschert. Dazu gehören Emil Steinberger, Mathias Richling, Dieter Hildebrandt, Gardi Hutter oder Tom Pauls, mit dem Arnulf eine langjährige Freundschaft verbindet.

Arnulf mit Tom Pauls

Arnulf mit Tom Pauls

Wir nennen ihn auch die graue Eminenz. Weil er so unauffällig mit ziemlichem Einfluss diesen Apparat Lachmesse bewegt. In seinem Büro laufen alle Fäden zusammen. Und auf erstaunliche Weise vermag Arnulf, der ja auch Chef ist,
sogar zu sagen, welcher Künstler sich in seinem Hotelzimmer wohl fühlt und wer lieber auf einem Hausboot schlafen möchte. Er kennt die Cateringwünsche ebenso wie die familiären Sorgen unserer Gastspielkollegen. Und natürlich
fragt man sich, ob dieser Mann auch mal schläft. Sagen wir mal so, während der Lachmesse könnte es schon sein, dass Arnulf auf einer Parkbank anzutreffen ist. Nicht als Obdachloser, sondern als einer, der seine Zeit effektiv einteilt. Was soll er erst nach Hause fahren, wenn er auf der Parkbank gleich noch ein paar Akten und Bühnenanweisungen durchgehen kann.

Korrekturen müssen sein

Korrekturen müssen sein

Zugegeben, eine etwas übertriebene Betrachtung, aber dicht an der Realität dran. Arnulf hält keine all zu großen Reden und schon gar nicht wird er laut. Ich habe ihn in fast zwanzig Jahren Zusammenarbeit noch nie brüllen hören. Obwohl ein solches Festival nach leidenschaftlichen Ausbrüchen schreit. Denn immerhin finden in der Zeit vom 15. – 25. Oktober knapp 100 Veranstaltungen in Leipzig statt. Arnulfs Wortschatz ist eher überschaubar. Aber dafür für uns Insider gut zu verstehen. Wenn ihm etwas gut gefällt, dann sagt er: „Zauberhaft.“ Wenn ihm etwas nicht so gut gefällt, er aber die Arbeit anerkennt, dann sagt er: „Respekt.“ Und zu unserer letzten Premiere sagte er sogar einen ganzen Satz: „Ich habe mich gut amüsiert.“ Will heißen, er mag uns.
Wie jeder Förderer der Kunstszene, und das Festival ist mit den beteiligten Kabaretthäusern ein Förderer, lässt sich über Arnulf auch streiten. Es gibt immer auch andere Ideen, wie ein Festival zu leiten ist. Aber Arnulf hat das Copyright und wie ich finde, zu Recht. Sein Engagement für das Kabarett ist Herzenssache. Sein Wissen um die internationale Satireszene beeindruckend und die Stabilität des Festivals sein fast 20 Jahren ebenso. Wir in der Kabarettszene wissen, dass erfolgreiche Kunst und ihre Events von Personen abhängig sind. Arnulf Eichhorn, unsere graue Eminenz, ist so eine Person.

Objekt der Begierde - der Löwenzahn mit Preisträger Eckel und Arnulf

Objekt der Begierde - der Löwenzahn mit Preisträger Eckel und Arnulf

Nun startet die Lachmesse und wenn  sie vorbei ist, wird der Preisträger gekürt. Er bekommt den berühmten Leipziger Löwenzahn. Arnulf bekäme von mir keinen Löwenzahn, sondern ein ganzes Löwengebiss.


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Uta Serwuschok / 12. Okt 2009

News

Alles Strumpfhose oder was

Eine Fotoausstellung von Andy Koll im Theater SANFTWUT

Andy Koll fotografiert junge Frauen. Das ist nichts Ungewöhnliches. Das machen alle Männer gern. Aber Andy Koll hat eine Schwäche für Nylon. Er verhilft dieser Faser zu neuem Glanz. Denn er lässt seine Fotomodelle darin posieren. Besser gesagt, ihre Beine. Und was vom Körper noch übrig bleibt, wird in süße Dessous gesteckt. Das ist auch noch nicht ungewöhnlich. Das haben auch alle Männer gern. Ungewöhnlich daran ist, wo diese Mädchen ins Bild gerückt werden. Sie sind am Bundesverwaltungsgericht zu finden, an der Nikolaikirche, vor dem Völkerschlachtdenkmal. Sie schaffen sozusagen nackte oder besser gesagt halbnackte Tatsachen. Die Mischung aus ehrwürdigem Gebäude und ehrwürdigem Sexappeal macht die Poesie der Fotos aus. Sie sind attraktive Fremdenführer für die Stadt Leipzig.

Frauen sind immer eine Schlacht wert

Frauen sind immer eine Schlacht wert

Man kann da nicht wirklich wegschauen. Denn diese jungen Frauen haben Kurven und zeigen sie auch. Sie sind einerseits auf den Fotos Kunstprodukte und andererseits in ihrer fraulichen Ausstrahlung zugleich sehr real. Die Anziehungskraft der Fotos erlebten wir bereits zur Ausstellungseröffnung. Ich sah da plötzlich Leute, die hatten vorher unser Theater noch nie betreten. Halb Leipzig besucht die Ausstellung und schaut fasziniert auf die Arbeiten von Andy Koll. Einige reisen seinen Bildern (oder den Modellen?) sogar hinterher. Und es sind nicht nur Männer, die reges Interesse zeigen. Auch Frauen freuen sich an dieser sehr individuellen Auffassung erotischer Fotografie. Eine Freundin sagte zu mir: „Wenn ich die Fotos ansehe, wird mir ganz warm um den Bauch herum.“ Und wie fanden wir zu Andy Koll? Wie die Jungfrau zum Kind, könnte man sagen. Eines Tages sprach einer unsere Stammgäste zu Ingolf den Satz: „Ich kenne da einen, mit dem kannst du bestimmt.“ Und so wurden sie verkuppelt. Ingolf und Andy und von diesem Tag an erscheinen sie immer im Doppelpack.

Doppelpack, Andy Koll und Ingolf Serwuschok

Doppelpack, Andy Koll und Ingolf Serwuschok

Und  unser kleines Büro verwandelte sich in eine Art Atelier. Fotolampen, Kamera: alles steht bereit für das Thema Fotografie. Für unsere kleine Galerie im Theater hat sich diese Begegnung ausgezahlt. Die Nylon-Family, so nennt sich der Stab um Andy Koll, sitzt jetzt häufig im Kneipchen und spült interessante Leute an Land. Und so hoffen wir, dass diese Zusammenarbeit bleibt und auch dem Gedanken der Satire in noch folgenden Projekten Leben einhauchen kann.
Seit dieser Fotoausstellung sehe ich einige historische Gebäude von Leipzig in einem anderen Licht. Das Völkerschlachtdenkmal zum Beispiel. Ich höre die steinernen Helden des Monuments sagen: „Scheiß Napoleon. Um die Kleine da unten hätten wir uns prügeln sollen.“


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Uta Serwuschok / 08. Okt 2009

News

„Nostalgie“ muss sein

Auch ein Ensemble wie wir, schaut gern einmal zurück. Besonders, wenn es sich um schöne CD-Aufnahmen handelt. Da wir im Jahre 2010 unseren 20. Geburtstag feiern, haben wir die Rubrik „Erinnerungen“ in den Blog aufgenommen. Unsere Fans können so mit uns ein Stück SANFTWUT-GESCHICHTE verfolgen.

Wir beginnen die Erinnerungen mit dem Lied „Nostalgie“. Aufgenommen vom Studio „Club Geheimrat“ in Zusammenarbeit mit Sebastian Krumbiegel. Eine schöne Zeit war das damals im Jahre 2000. Gut, dass wir dieses Dokument ausgegraben haben. Und es werden auf dem Blog noch andere Beispiele beliebter Nummern folgen. Die „Nostalgie“ ist aktuell wieder zu erleben in dem Programm „Hör nicht auf deine Frau- mit Ramba, Samba und Holadrio“. Geschrieben hat das Lied Thomas Störel. Interpetiert wird es auf der CD von Uta Serwuschok und Thomas Störel. Als Sahnhäubchen wird der Song umrahmt von Sebastian Krumbiegels unverwechselbarer Stimme.



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