Uta Serwuschok / 15. Feb 2011
Heute hau'n wir auf die Pauker
Uta Serwuschok / 15. Feb 2011
Heute hau'n wir auf die Pauker
Uta Serwuschok / 14. Feb 2011
Weil Pralinen dick machen und Blumen verwelken, habe ich euch als Liebesgruß zum Valentinstag ein Lied ausgesucht. „E Dräumschen“, würde der Sachse sagen. Eine der schönsten Rockballaden des Ostens, gesungen von der VRONI. So nannten wir Ossis Veronica Fischer.
Ihr legt jetzt also eure Arbeit zur Seite, schließt für einen Moment die Computer, stellt die Handys aus, schaut eurem Chef tief in die Augen und drückt auf PLAY. Dann für 3.51 Minuten fallen lassen!
So, genug geträumt. Jetzt wird wieder gearbeitet!
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Uta Serwuschok / 13. Feb 2011
Zuerst muss die Moni unserer bayerischen Heiligen, der Maria Riesch, ein Kompliment machen. Trotz “Rotz”, (so nennen wir Sachsen eine Erkältung), ist sie heute die “Kandahar” runtergesaust und hat BRONZE geholt. Klasse!
Schon wegen unser aller Maria und auch wegen dem unberechenbaren Pistenschreck Felix Neureuther muss die Olympiade 2018 in Garmisch Partenkirchen stattfinden. Bis dahin kann der Felix noch etwas üben.
Die Moni würde nämlich 2018 nach Garmisch düsen und könnte sich alle Wettkämpfe ansehen. Besonders die an der “Kandahar”, denn die liegt in einem oberaffengeilen Naturgebiet. Da war die Moni schon wandern. Schööööön!
Oder, vielleicht ist die Moni ja dann schon so berühmt mit dem Manni und der Isabelle, dass mir als Familie die Ehre erhalten, die Siegerehrung vorzunehmen. Isabelle übergibt als “Flowerbauermädchen” das Blumengestrüpp, Manni das Edelmetall (muss er tragen, weil das ja schwer ist) und die Moni singt die Hymnen. Ich würde alle Hymnen der Welt auswendig lernen. Und wenn ich nicht weiter komme im Text singe ich la, la, la. Hauptsache, es ist inbrünstig. Das ist neuerdings erlaubt. Das mit dem la, la, la!
Aber, wer jetzt schon Zeit hat, sollte sofort zur “Kandahar” fahren und gucken. Allerdings, die Karten sind etwas “hochpreisig”. Da könnte ( bei einem guten Platz) schon mal ein Drittel vom Monatseinkommen Hartz IV droffgehen. Aber, es loht sich.
ACHTUNG. Wenn ihr losfahrt und “Kandahar” im Navi eingebt, dann nicht das in Afghanistan.
Wobei das Tempo der Sportler auf der Kandahar-Abfahrt identisch ist mit dem Tempo einer abgefeuerten Munition.
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Uta Serwuschok / 08. Feb 2011
Naja, nicht wirklich.
Aber, als ich heute Ingolf, was unser aller Isabelle ist, lobte, weil das Theater gut besucht war, sagte er ganz trocken zu mir: “Ich hab ja auch gekeult wie eine Hafennutte!”
So was sagt ein Direktor! Und die Vorstellung war einfach klasse!
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Uta Serwuschok / 07. Feb 2011
Häufig ist es so, dass ich nach der Vorstellung, wenn ich mich zur Tiefgarage begebe, auf unser Publikum treffe. Manchmal erkenne ich die Gesichter, weil sie direkt vor mir saßen. Und manchmal bekomme ich es mit, weil sie über unsere Nummern sprechen. Meist versuche ich mich unerkannt an ihnen vorbei zu schleichen. Nicht, weil es mir unangenehm ist. Oder ich Angst vor Kritik habe. Nein. Irgendwie fühle ich mich als Eindringling in ihre Erinnerungen des Abends. Aber es gelingt nicht immer, unerkannt zu bleiben. Und es kommt dann doch zu einem kurzen Plausch und ein paar netten Worten zum Abschied.
Samstag Nacht, wir hatten zwei wunderbare Vorstellungen hinter uns, lief ich hinter einer Großfamilie, die eben aus unserem Theater kam. Der Vater der Sippe, ein korpulenter fröhlicher Mann, sang laut und auch etwas falsch: “Mit Arthrose nach Athen”. Die ganze Familie war quietschvergnügt und plapperte über unsere Vorstellungen. Und immer wieder erhob sich Papas Gesang von der Arthrose.
Ich blieb hinter ihnen und hoffte, dass sie mich nicht entdecken. Was auch eine Weile gelang. Dann aber, als sie am Automaten der Tiefgarage standen, musste ich an ihnen vorbei und ganz klar erkannte mich einer. Was ich vermeiden wollte, passierte dann. Der Papa verstummte und alle guckten mich mit großen Augen an, als wäre ich eine Außerirdische. Ich winkte ihnen fröhlich und sie winkten zurück und die erstarrte Szene wurde wieder schlagartig lebendig. Papa sang nun weiter “Mit Arthrose nach Athen” und ich dachte, dass wir einen schönen Beruf ausüben. Weiß der Teufel, was sie als Familie im Alltag zu stemmen haben. An diesem Abend konnten wir ihnen eine große Freude bereiten.
Solche Erlebnisse entschädigen mich für meine Traurigkeit, die mich manchmal befällt, wenn ich meine Freunde am Samstag Abend nicht sehen und mit ihnen ausgehen kann. Dann schaue ich mit Neid auf jene, die nach einem Einkaufsbummel, umringt von Einkaufstüten, im Café sitzen, mit Freunden plaudern und die Seele in das Wochenende baumeln lassen.
Wenn andere in den Seilen hängen, da legen wir mit der Arbeit los. Aber es lohnt sich, wenn es dann nachts durch die Straßen schallt: “Mit Arthrose nach Athen”. Etwas schräg, aber mit ganz viel Herzblut.
Danke, lieber Papa, wo immer du auch wohnst. Komm bitte mit der ganzen Sippe wieder. Wir haben noch mehr solche Gassenhauer auf Lager und brauchen solche sonnigen Seelen wie dich.
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