Uta Serwuschok / 07. Feb 2011

Kabarett zum Brüllen Publikum

Sie trällern unsere Lieder noch auf der Straße – unser Publikum nach der Vorstellung

Häufig ist es so, dass ich nach der Vorstellung, wenn ich mich zur Tiefgarage begebe, auf unser Publikum treffe. Manchmal erkenne ich die Gesichter, weil sie direkt vor mir saßen. Und manchmal bekomme ich es mit, weil sie über unsere Nummern sprechen. Meist versuche ich mich unerkannt an ihnen vorbei zu schleichen. Nicht, weil es mir unangenehm ist. Oder ich Angst vor Kritik habe. Nein. Irgendwie fühle ich mich als Eindringling in ihre Erinnerungen des Abends. Aber es gelingt nicht immer, unerkannt zu bleiben. Und es kommt dann doch zu einem kurzen Plausch und ein paar netten Worten zum Abschied.

Samstag Nacht, wir hatten zwei wunderbare Vorstellungen hinter uns, lief ich hinter einer Großfamilie, die eben aus unserem Theater kam. Der Vater der Sippe, ein korpulenter fröhlicher Mann, sang laut und auch etwas falsch: “Mit Arthrose nach Athen”. Die ganze Familie war quietschvergnügt und plapperte über unsere Vorstellungen. Und immer wieder erhob sich Papas Gesang von der Arthrose.

Ich blieb hinter ihnen und hoffte, dass sie mich nicht entdecken. Was auch eine Weile gelang. Dann aber, als sie am Automaten der Tiefgarage standen, musste ich an ihnen vorbei und ganz klar erkannte mich einer. Was ich vermeiden wollte, passierte dann. Der Papa verstummte und alle guckten mich mit großen Augen an, als wäre ich eine Außerirdische. Ich winkte ihnen fröhlich und sie winkten zurück und die erstarrte Szene wurde wieder schlagartig lebendig. Papa sang nun weiter “Mit Arthrose nach Athen” und ich dachte, dass wir einen schönen Beruf ausüben. Weiß der Teufel, was sie als Familie im Alltag zu stemmen haben. An diesem Abend konnten wir ihnen eine große Freude bereiten.

Solche Erlebnisse entschädigen mich für meine Traurigkeit, die mich manchmal befällt, wenn ich meine Freunde am Samstag Abend nicht sehen und mit ihnen ausgehen kann. Dann schaue ich mit Neid auf jene, die nach einem Einkaufsbummel, umringt von Einkaufstüten, im Café sitzen, mit Freunden plaudern und die Seele in das Wochenende baumeln lassen.

Wenn andere in den Seilen hängen, da legen wir mit der Arbeit los. Aber es lohnt sich, wenn es dann nachts durch die Straßen schallt: “Mit Arthrose nach Athen”. Etwas schräg, aber mit ganz viel Herzblut.

Danke, lieber Papa, wo immer du auch wohnst. Komm bitte mit der ganzen Sippe wieder. Wir haben noch mehr solche Gassenhauer auf Lager und brauchen solche sonnigen Seelen wie dich. :-)

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Uta Serwuschok / 03. Feb 2011

Hör' nicht auf deine Frau

Das Wort zum Freitag: “Hör nicht auf deine Frau – mit Ramba, Samba und Holadrio”

Die Besetzung von "Hör nicht auf deine Frau - mit Ramba, Samba und Holadrio"

Die CD zum Programm

Früher, als wir alle noch ganz jung waren, da wurde freitags gebadet. Heute gehen manche fast jeden Tag baden. In der Firma zu Beispiel. Oder zu Hause. Von der Politik reden wir lieber gar nicht, die ist schon am Absaufen.

Ein Trost, dass es Sanftwut gibt. Und dieses ganz spezielle, besonders rhythmische Programm. “Hör nicht auf deine Frau – mit Ramba, Samba und Holadrio”. Mit singt und swingt mit und kann obendrein durch die witzigen Texte auch noch seine kleinen grauen Zellen aktivieren. Die thematische und musikalische Bandbreite ist beachtlich. Männlein wie Weiblein bekommen ihr Fett ab. Politiker ebenso. Und vom Jodler bis zu Bachzitaten ist alles dabei.

Aus diesem Programm gehen die Zuschauer immer Hüften schwenkend raus. Weil die Musik einfach ins Blut geht. Und weil keiner so Musik im Kabarett zelebrieren kann wie wir. Die Sanftwütigen. Es spielt das Stammensemble Uta Serwuschok, Ingolf  Serwuschok und Thomas Störel. Und damit die Musik richtig reinhaut, gibt es dazu noch einen Gastpianisten. Knut Ratzlaff.

Egal, ob man auf die Frau hört oder nicht. Dieses Programm ist unter dem Prädikat “besonders wertvoll” geführt und zeigt musikalische Satire auf Spitzenniveau. So ein Musikkabarett kann wirklich nicht jeder. Unbestritten ein Markenzeichen von Sanftwut, die man auch die “Musikalischen” unter den Leipziger Kabaretts nennt.

Wie heißt es so schön: wo man singt, da lass dich nieder. In diesem Falle bei uns in der Mädler-Passage.

Freitag: 20.00 Uhr

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Uta Serwuschok / 02. Feb 2011

Freunde News

Donnerstag ist GURU-TIME

Gurus für Anfänger

Ein Herz für Esoterik: Marc Pletzer und Ingolf Serwuschok

Sie sind das erste esoterische Kabarett. Unsere Yoga-Brothers Marc Pletzer und Ingolf Serwuschok und sind wieder zu sehen am morgigen Tag.

Nicht verpassen! Ein Abend besonders für jene, die sich Karten legen, an die Wiedergeburt als Insekt glauben, die Wohnung nach den Lehren von Feng Shui durcheinander bringen lassen oder nach anderen Aufregungen im Leben suchen. Auf zu den Yoga Brothers!

Donnerstag: Beginn 20.00 Uhr

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Uta Serwuschok / 02. Feb 2011

Freunde Hör' nicht auf deine Frau News

Diebstahl in der Künstlergarderobe-eine Naschkatze kann nicht widerstehen

Ja, es ist traurige Wahrheit, bei uns wird geklaut. Und zwar Nougat. Ihr müsst nämlich wissen, dass in unserer Künstlergarderobe immer Nougat rumliegt. Weil wir das alle sehr gerne essen. Nun ist am Montag unsere Büromieze (Naschkatze) Ute schwach geworden und hat sich heimlich ein Teilchen geklaut. Weil sie aber ein schlechtes Gewissen hatte beichtete sie die “Straftat”. Sie schrieb auf einen Zettel:

“Habe ein Nougat (weiß nicht von wem) gemopst. (Heißhunger auf Süßes). Ute 31. 1.”

Thomas und Knut (unser Pinanist) , die das Nougat-Depot überwachen feixten über den Zettel und schrieben als Antwort:

“Bitte ersetzen bis 1. 1. 2013! Dein Knut & Manni”

Dann wickelten sie in den Zettel noch ein Nougatpralinchen ein und legten es unserer Naschkatze Ute ins Fach. :-)

Sind wir lieb?

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Uta Serwuschok / 01. Feb 2011

Hör' nicht auf deine Frau

Wir spielen am 1. und 2. Februar „Hör nicht auf deine Frau – mit Ramba, Samba und Holadrio!“

+++ Wir freuen uns auf euren Besuch zu unserem erfolgreichen Musikprogramm. +++ Dienstag und Mittwoch jeweils 20 Uhr. +++ Eure Sanftwütigen +++

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