Uta Serwuschok / 09. Dez 2010

News

3. Advent mit den Yoga Brothers

Die Yoga Brothers (Foto: Frank Keller)

+++ Am 3. Advent (12. Dezember) fliegen die Yoga Brothers bei SanftWut wieder ein. +++ “Gurus für Anfänger … und die Hummel fliegt doch” ist eine witzige Antwort auf die esoterischen Fragen der Zeit. +++ Beginn ist 20.00 Uhr. +++ Wir freuen uns auf Ihren Besuch! +++

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Uta Serwuschok / 09. Dez 2010

Kabarett zum Brüllen News Publikum

Hü, Bimmel hü, ja hü – Blitzeis und ein blitzgescheites Publikum

Da stehe ich also gestern so nach Sechse (wie der Sachse sagt) an meiner Bimmelhaltestelle und warte. Nach einer Weile kommt ein Mann zu mir und fragt mich: “Haben Sie in den letzten 10 Minuten eine Bahn gesehen?”Ich: “Nee.”

Er: “Ich glaube es kommt auch keine mehr. Ich habe im Internet nachgesehen.” Da wir ja krisenerprobte Ossis sind, blieb ich erst mal bockig stehen. Plötzlich ruft es von der anderen Straßenseite. “Heute kommt keine Bahn mehr. Nicht eine einzige. Ganz Leipzig ist ohne Bimmel.” :-(

Ich war über meine Reaktion überrascht, denn ich lief einfach gen Stadt und kümmerte mich nicht weiter um die Sache. Die Luft war klar und mir war ebenso klar, dass wir mit größeren Publikumsausfällen zu rechnen hatten. Dem war auch so. Aber am Ende saß ein Trupp Unentwegter vor uns und war aus dem Häuschen. Wir hatten eine tolle Stimmung im Saal. Wir spielten “Hör nicht auf deine Frau” und der Raum füllte sich mit Melodien und Rhythmus. Draußen wechselte derweil der Eisregen in Schnee und als unsere fröhliche Meute das Theater verließ, war alles tief verschneit. Thomas, was unser Manni ist, lief nach draußen, um zu sehen, wie sich das Wetter entwickelt hat. Dann kam er zurück und rief fröhlich: “Draußen ist alles weiß. Es hat geschneit.”

Wirklich, gestern war so ein Abend, der uns nichts anhaben konnte. Trotz geschrumpfter Publikumszahlen, Eis und Schnee werde ich diese stimmungsvolle Vorstellung nicht vergessen. Und hätten wir alle gemeinsam die Nacht im Theater verbringen müssen, wäre das auch OK gewesen. Getreu dem Motto: “Wo man singt, da lass dich nieder!” hätten wir es uns ganz hübsch gemacht.

Aber wir kamen alle nach Hause. Und darum auch ein Dank an Thomas Sorge und sein Taxiunternehmen “KomTax”, das auch bei Schnee fährt. :-)

Und heute schneit es weiter. Wir spielen “Kabarett zum Brüllen”. Nur Mut!

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Uta Serwuschok / 08. Dez 2010

Erinnerungen Kabarett zum Brüllen

Ein Dank an unseren Regisseur Rainer Otto

Rainer Otto kam zu Sanftwut mit unserem Einzug ins Boccaccio. Wir spürten im Hinterhoftheater, dass es nicht mehr möglich ist, ein Programm zu inszenieren, wenn uns danach ist. Sondern ein Repertoire wurde nötig. Eine Premiere im Jahr wurde Pflicht. So entschieden wir uns, professionelle Hilfe zu suchen. Rainer Otto ist nicht irgendein Regisseur. Rainer Otto war schon zu diesem Zeitpunkt eine Institution als Autor und Regisseur und er hatte Erfahrung mit der Leitung eines Ensembles. Denn er stand über viele Jahre als Chef an der Spitze der „Leipziger Pfeffermühle“.

Ich lernte ihn Anfang der Achtziger Jahre als Fernstudentin der Theaterhochschule in Leipzig kennen. Da ich meine Diplomarbeit über Kabarett schrieb, kam es zu diesem Kontakt. Rainer Otto gehört zu jenen Menschen, die Vertrauen in meine Arbeit hatten und so wurde ich 1983 als Dramaturgin bei der „Pfeffermühle“ engagiert. Rainer Otto nennen viele auch den „Kabarettpapst“. Das umschreibt nicht etwa einen Führungsstil. Sondern meint sein Wissen. Ein Wissen, das er im Kopf und in unendlichen Metern Regalen sammelte. Er besitzt ein großes Kabarettarchiv und weiß so ziemlich alles über Kabarett im deutschsprachigen Raum.

Kennt sich aus in der Szene – Rainer Otto.

Kennt sich aus in der Szene – Rainer Otto.

Rainer Otto habe ich immer als einen würdigen Botschafter des Kabaretts gesehen. Wenn es zum Beispiel darum ging, DDR-Kabarett zu präsentieren, war Rainer immer darauf bedacht, dies mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein zu tun. Wohl waren die Bedingungen zu DDR-Zeiten für die Beliebtheit der Kabaretts außergewöhnlich gut. Denn es war ein politisches Ventil. Aber die Meinung frei raus sagen … das war ein Problem. Also fanden die Autoren, Regisseure und Spieler Wege, manche Dinge durch die Blume zu sagen. Wir Ostdeutschen lernten zwischen den Zeilen zu lesen.

Diese „Not“ eingeschränkter Meinungsfreiheit bescherte uns etwas, was bis zum heutigen Tag von großem Wert ist. Eine Art Kabarettpoesie, eine eigenständige Ästhetik der „Kleinkunst“. Rainer Otto und viele seiner Mitstreiter schufen ein Ensemblekabarett, was es mit jeder großen Theaterbühne auf sich nehmen konnte. Die Formen waren so vielseitig, dass viele westdeutsche Kollegen mit Neid auf diese Ausnahmesituation schauten.

Und es galt ein Anspruch, der mit den Worten zu umschreiben ist: „Geh nicht unter die Gürtellinie! Der Klügste im Publikum ist der Maßstab.“ Diese so wesentlichen Erfahrungen durften wir in insgesamt 18 Produktionen mit Rainer Otto in lebendige Kabarettarbeit umwandeln. Den Leuten hat es Spaß gemacht und uns auch.

An ein Programm denke ich besonders gerne zurück. Es trug den Titel: „Zum Wohle! Vom Fressen, Saufen und anderen Amüsements“. Rainer brachte hier mit all seinem Wissen sowohl das Textbuch als auch die Regie zu neuen Ufern für Sanftwut. Wir nutzten das ganze Hinterhoftheater des Boccaccio als Bühnenfläche und interpretierten Texte aus vielen Jahrzehnten von berühmten Autoren zum Thema Kneipe. Wir glänzten als ein witziges Ensembles, das über den Tresen stieg, auf Barhockern philosophierte und dem Publikum, wie es sich für eine Kneipe gehört, auf dem Schoß saß.

Das Programm wurde ein Verkaufsrenner. Auch durch das Wissen unseres Kabarett-Papstes.

Ebenso gerne denke ich zurück an die Proben zu „Schöne Krise aus Bonn“. Wir probten zum Teil noch im Boccaccio und später dann auf einer provisorischen Bühne in unsrem neuen Theater in der Mädler-Passage. Aber es war eine wunderbare Aufbruchstimmung. Und Rainer hat dies alles mit gestaltet und das Chaos drum herum mit stoischer Geduld ertragen. Gerade in dieser Zeit, wo wir so viel improvisieren mussten, entstanden so wunderschöne Nummern wie „Die Berater“, „Die Koalition“ oder „Zwei auf einer“.

Probenarbeit an der "Koalition"

Probenarbeit an der "Koalition"

Nach der Eröffnung der Mädler-Passage inszenierten wir noch 11 Programme gemeinsam mit Rainer Otto bis dann 2006 ein Generationswechsel erfolgte.

Wir möchten dir, lieber Rainer, für diesen gemeinsamen Weg danken. Wir wünschen dir Gesundheit und noch sehr viele glückliche Momente in deinem Leben.

Wenn du in Leipzig bist, dann schau ruhig auf ein Bier oder ein Schwätzchen bei uns vorbei. Wir erkennen dich garantiert wieder!

Deine Sanftwütigen Uta, Ingolf und Thomas sowie alle vom Sanftwut-Team, die dich kennen und schätzen.

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Uta Serwuschok / 04. Dez 2010

News

Grüße zum 2. Advent

Was für ein schöner Wintertag!   Und morgen ist 2. Advent. Wir Sanftwütigen wünschen euch ein traumhaftes Adventswochenende mit viel Sonnenschein.

Was Manni gerade nicht braucht, überwintert im Garten.

Was Manni gerade nicht braucht, überwintert im Garten.

Geht auf den Weihnachtsmarkt, ins Rosental, in den Zoo oder wandert um den Cospudener See. Aber bleibt nicht in der Bude hocken! Daheeme ist es nämlich gefährlich!  Da werdet ihr von Google Street gefilmt, wie ihr faul auf dem Sofa rumlungert. Oder die Bösen von Wikileaks gucken in eure Töppe und entdecken ein Haar in der Suppe.

In der Natur seid ihr sicher. :-)

PS: Damit die Moni sich den Namen Wikileaks merken kann, hat sie sich eine gedankliche Brücke gebaut:  Wikileaks, sind die,  die so heißen wie die Frau Leandros, wenn sie sich hinlegt. Also, wenn Vicky liegt.

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Uta Serwuschok / 01. Dez 2010

Erinnerungen Kabarett zum Brüllen

Ein Dank von Uta Serwuschok

Ich möchte allen meinen Freunden und Fans danken, die zur Lesung gekommen sind und auch zahlreich das Büchlein “Massige Frauen gesucht – Geschichten zu Überwachung des Gänsebratens” gekauft haben. Es war wunderbar mit euch.

Auch danke ich für die zahlreichen Anrufe, Mails und Geschenke zu meinem Geburtstag und ganz besonders froh bin ich darüber, dass ihr mich trotz des Fotos, was Manni, alias Thomas Störel, als quasi Geburtstagsgeschenk in den Blog gesetzt hat, noch grüßt. 

Manni sagte heute: “Eine Kabarettistin muss den Mut zur Hässlichkeit haben.” Habe ich nichts dagegen. Hauptsache, ihr erkennt mich auf der Straße. :-) Und umgekehrt wäre schlimmer. Also, wie Moni sagen würde: “Wenn ich so den ganz Tag aussehen täte.” Aber die Moni hat nicht mal so einen Helm. Der gehört nämlich dem Manni. Und der hat den aus “Gagsch” der Moni über den Kopf gestülpt. Beim Bürgerfest, wo lauter Kinder dabei waren. 

Früher bekam die Moni zum Geburtstag immer musikalische Grüße vom Manni, die von Treue und dem Nutzen der Frau erzählten. Nun das! :-)

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