Uta Serwuschok / 10. Mrz 2010

Heute hau'n wir auf die Pauker

Heute haun wir auf die Pauker

Heute haun wir auf die Pauker

Heute haun wir auf die Pauker

Nicht nur heute. Die ganze Woche toben Moni und Manni über die Bühne von SANFTWUT. Sie spielen Hausmeister, Lehrer und sonstige wichtige und unwichtige Personen des Lebens. Moni und Manni sind sozusagen in Sachen Bildung unterwegs. Sie verkörpern in diesem Programm sich und das Bildungsbürgertum auf  herrlich schräge Weise.

Wer in diesem Programm war, bekommt ein anderes, ein humorvolles Verhältnis zur Schule und all den vielen Problemen, die uns bewegen. Lehrer, Eltern und Schüler (also,eigentlich alle Menschen) verlassen beschwingt unser Theater und finden Bildung plötzlich gar nicht mehr so schlecht. Überzeugt euch davon selbst. Das ist ein Unterricht, den man nicht schwänzen sollte. Denn, Lernen mit Moni und Manni macht Spaß!

“Heute haun wir auf die Pauker” Von heute -Freitag 20.00 Uhr, Samstag 17.00 und 21.00 Uhr.


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Uta Serwuschok / 14. Feb 2010

Heute hau'n wir auf die Pauker Publikum

Manni ist eine Made im Apfel

Made im Apfel

Made im Apfel

Gestern spielten wir “Heute haun wir auf die Pauker”. Eine besonders witzige Nummer ist “Rätseltime”. Manni (Thomas Störel) hüpft mit weißer Unterhose und einem roten Reifen über die Bühne und spielt ein Bilderrätsel. Gesucht wird das Logo der Arbeitsagentur. Aber in der Regel dauert es eine Weile, bis die Leute dahinter kommen. Da fallen also viele lustige Vorschläge, was Thomas darstellen könnte. So wird ganz häufig genannt:  der springende Punkt, Biene Maja, Motschegiebchen oder auch Batman. Doch gestern schoss einer aus dem Publikum den Vogel ab als er rief: “Made im Apfel”.

Nun ist Manni eine “Made im Apfel.”


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Uta Serwuschok / 08. Feb 2010

Heute hau'n wir auf die Pauker News

Wie lange hält die Koalition?

Dieser Frage gehen wir im Programm “Heute haun wir auf die Pauker” nach. Und wird sie am Abend gestellt, liegt das Publikum immer flach. Das liegt daran, dass keiner so richtig glaubt, dass diese Koalition in Berlin noch lange existiert. Der Grund dieser deutlich politischen Misere liegt in einem Versprechen. Eins, dass FDP-Chef Westerwelle, die Freiheitsstatue der Republik, seinen Wählern gegeben hat. Nämlich, Steuern zu senken. Das ist auch ganz prima, würden wir als Land nicht schon pleite sein. Die FDP hält an dem Versprechen fest, weil sie denkt, dann wird der Wähler sie für die Standhaftigkeit belohnen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Dramatische Abstürze in der Wählergunst muss diese elitäre Ansammlung reicher Politiker hinnehmen. Warum wollen die meisten Wähler, dass Westerwelle von seinem Versprechen abweicht? Warum wurde die Hessen-SPD vor einiger Zeit für ein nicht eingehaltenes Versprechen in Grund und Boden gestampft und warum heute Westerwelle indirekt aufgefordert, seine Zusagen zu brechen? Das ist einfach der kleine feine Unterschied in den Fällen. Die Hessen-SPD gab ein politisches Versprechen ab. “Niemals mit den Linken”, rief sie. Ein solches Versprechen lässt sich ohne Geld machen. Kein Cent kostet ein solcher Ruf ins Volk. Die FDP übersah, dass ihr Versprechen der Steuersenkung eine Menge Geld kostet. Und zwar uns allen. Das ganze Land hält her für dieses Versprechen und würde dies auch gerne tun, wären wir eben nicht pleite. Selbst der Dümmste fragt, wo soll das Geld herkommen? Und die Omis und Opis und Mütter und Väter schauen in die großen Kulleraugen der kleinen süßen Kinder und fragen sich, was aus ihnen werden soll. Sollen die Gras fressen? Der Mensch, und mag er noch so unterbelichtet sein, kann in der Regel rechnen. Und dieser Fakt fehlt in der Rechnung unserer Freiheitsstatue Westerwelle. Und so gerät der Kampf in der Koalition zu einem bedenklichen Drama, dessen Ausgang eher einen Untergang vermuten lässt, als ein glückliches Ende. Ehrlich, ich wünsche mir die Zeit zurück, wo unsere aller Angie mit Steinbrück vor die Presse trat und sagte: “Das Geld der deutschen Sparer ist sicher.” Das konnte ich glauben, weil SPD und CDU sich sich in der Sache einig waren.” Heute beobachte ich in der Koalition ein selbstsüchtiges Theater. Und, Herr Westerwelle, politische Argumente verlieren an Kraft, werden sie nicht durch seriöse materielle Werte gestützt. Wir Ossis sind für eine solche marode Politik 1989 auf die Straße gegangen. Man nannte dies eine friedliche Revolution. Ich vermute, wir haben Grund, uns um den Frieden in unserem Land zu sorgen. Wie heißt es so schön: “Beim Geld hört die Freundschaft auf.”

Vorsicht, Guido, bissiges Volk!


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Uta Serwuschok / 14. Jan 2010

Heute hau'n wir auf die Pauker Publikum

Wunderbares Publikum

Ich komme eben von unserer Vorstellung “Heute haun wir auf die Pauker”. Es war nicht nur eine sehr gute Stimmung unter den Zuschauern. Sondern auch ein schönes Bild für uns Spieler, wenn wir in die Gesichter der Leute sahen. Eine sehr aufgeweckte Bande. Alle Generationen waren vertreten und besonders fröhlich war eine Gruppe junger Leute. Schüler einer 10. Klasse. Sie amüsierten sich prächtig und bildeten den Blickfang im Publikum. Um sie herum saßen die “Alten” und “Mittelalten” und hatten sichtlich Freude an der unbekümmerten Art der jungen Leute. So sahen die Zuschauer nicht nur zu uns auf die Bühne, sondern sie nahmen auch mit fröhlichen Gesichtern die Schüler auf und feixten über sie. Es ergab sich eine wunderbare Gemeinsamkeit. Und irgendwie war diese Ansammlung verschiedener, aber froh gestimmter Generationen auch ein Geschenk für uns Spieler. Einer der Jungen hatte eine Lache (hochdeutsch; ein Lachen), die aus tiefstem Herzen kam. Ich hätte sie gern aufgenommen und in den Blog gestellt. Es war einfach so schön für uns heute Abend. Danke, liebes Publikum. So wurden auch wir Spieler reich beschenkt.


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Uta Serwuschok / 10. Dez 2009

Heute hau'n wir auf die Pauker

Was hat Sanftwut mit Roman Polanski zu tun

Der weltberühmte Regisseur Roman Polanski, der nun mit Fußfesseln in seinem Haus sitzt, drehte vor einem Jahr den Film “The Ghost”. Kulisse für den Film war die nördlichste Spitze Deutschlands, der Lister Ellenbogen, auf der Insel Sylt. Die Einheimischen erzählen, dass das komplette Team sehr freundlich und angenehm aufgetreten ist und einen guten Eindruck hinterlassen hat. Der Lister Ellenbogen ist eine bizarre, unter Naturschutz gestellte, Schönheit. Aber wenn keine Touristen dort sind, dann wirkt er menschenleer und unheimlich. Es gibt da einen Leuchtturm und zwei, drei Häuser. Das war es dann schon. Und selbst bei schönstem Wetter darf man dort nicht baden, denn die Strömung von Nordsee und Wattenmeer ist lebensgefährlich. Auf allen Karten ist dieser Teil der Insel mit Totenköpfen markiert, die auf diese Gefahr hinweisen. Dieses, nun zum Weltnaturerbe gehörende Stück Erde, diente Polanski als Kulisse für “The Ghost”. Jetzt fragen Sie sich, was hat das mit Sanftwut zu tun? Es ist so: Bei dem Programm “Heute haun wir auf die Pauker” singen Thomas und ich als altes Ehepaar das “Wiggellied”. Wir berichten von unserem Dorf lauter gruslige Sachen. Zum Beispiel, dass einer seine Frau umbringt, einem die Finger abgeschnitten werden und dass ständig die Polizei bei uns ist.  Die  Tatorte werden absperrt und wir zwei Alten organisieren uns das  Absperrband um Designerbeutel daraus zu flechten. Am Ende des Liedes singen wir: “Das Absperrband ist von Filmaufnahmen in unserm finstern Neste, die Kulisse im Osten schwärmt Hollywood, wär für Horrorfilme das Beste.” Und dann denke ich jeden Abend: Es ist falsch, was wir singen. Auch wenn “The Ghost” keine Hollywood-Produktion ist. Die Kulisse für Horrorfilme liegt auf der Insel Sylt. Also, im Westen. Aber vielleicht kam Polanski nicht bis in den Osten. Sonst wäre er sicher in unserem beschriebenen Dorf gelandet.

 

Eine aktuelle Anmerkung vom 12. Februar 2010.

Dieser Film von Roman Polanski ist heute auf der 60. Berlinale zu sehen. Er trägt nun aktuell den Titel: “The Ghostwriter” und ist mit Staraufgebot in Berlin vertreten. Außerdem wissen wir jetzt, dass es ein Thriller ist. Ein Polit-Thriller. Zusätzlich fanden Aufnahmen in Peenemünde statt. Irgendwie grotesk ist, dass Polanski als Regisseur nicht anreisen kann. Seine Schauspieler geben für ihn die Pressekonferenzen. Das machen sie aber sehr gut. Wünschen wir also diesem Film viel Erfolg auf der 60. Berlinale.


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