Uta Serwuschok / 13. Jun 2010

Freunde Manni Mein Leipzig Moni News

Moni, Manni und andere hohe Tiere beim Bürgerfrühstück

Also, Moni und Manni waren heute beim Bürgerfrühstück. Das war aber gar kein Frühstück, sondern mehr eine Party. Wir waren Tischpaten. Was bedeutet, dass man schon ein bisschen berühmt ist und von Bürgern der Stadt Leipzig an den Frühstückstisch geladen wird.

So eine Veranstaltung macht der Verein “Bürger für Leipzig” schon seit mehreren Jahren. Dabei werden Spenden für eine gute Sache gesammelt. Aber man gibt das nicht an eine fremde Institution, sondern an Vereine in der Stadt. Ganz besonders an jene, die sich für Kinder und deren Talente einsetzen.

Wir mit der lieben Frau Liebold vom Verein "Bürger für Leipzig"

Wir mit der lieben Frau Liebold vom Verein "Bürger für Leipzig"

Heute stand alles im Zeichen der Muslime und deren Kultur-und Lebensweise. Und ich sag euch mal eins, weil so viele Muslime da waren, kam richtig Stimmung auf.  Da haben mir sächsischen Eingeborenen uns die Augen gerieben. Es wurde getanzt, gesungen und viel erzählt. An allen Tischen gab es zu plappern.

Auf einem Stuhl mit Konsul Michael Weichert

Auf einem Stuhl mit Konsul Michael Weichert

Weil die Muslime ja ganz viele Kinder zur Welt bringen, wimmelte es um das “Glashaus” im Zetkinpark (wie der Leipziger sagt) nur so von süßen, kleinen muslimischen Zweibeinern. Und die Kinder vom Leipziger Verein “Morgenland” haben ganz viel dargeboten. Am schönsten waren die Lieder und Tänze. Es wurde geklatscht und die muslimischen Väter und Mütter brachten ihre Kameras in Position als ihre Kinder anfingen zu spielen. Da konnte man sehen, es gibt keinen Unterschied zu einem sächsischen Papa und einem muslimischen. Man will, dass was aus den Kindern wird. Darum engagieren sich die Eltern dafür , dass die Kinder lernen. Mehr, als das üblich verlangte Pensum. Musik, Tanz und Theater bieten so ein neues zu Hause für die Kinder.

Dass dies möglich ist, ist dem Verein “Bürger für Leipzig” mit seinen vielen ehrenamtlichen Helfern zu danken. Dank ihrer Initiativen werden so die speziellen Talente bei Kindern mit Migrationshintergrund (was für ein seltsames Wort) gefördert.

Wir, Moni und Manni, haben uns bildungsmäßig auch eingebracht. Wir haben nämlich das gute alte DDR-Produkt “Russisch Brot” für das Frühstück gekauft und unsere Tischfreunde haben es an die Kinder verteilt. Erst bedingungslos, dann aber sagte Manni, dass die kleinen Künstler uns immer erst den Buchstaben nennen sollen, bevor sie das Knabberzeug bekommen.

Kinderfütterung

Kinderfütterung

Das haben sie gerne getan und wir konnten uns von ihrem Bildungsstand überzeugen. Ein Spiel, dass uns allen, insbesondere auch den Kindern, viel Spaß bereitet hat.

Es waren außer Moni und Manni noch andere hohe Tiere da. So zum Beispiel der Herr Jung, was unser Oberbürgermeister ist und Lama Horst. Er trabte mit Pfleger und dem Tierarzt vom Leipziger Zoo an.

Es wurden ein paar Reden gehalten. Auch die Flüchtlingsbeauftragte mit einem Namen, den die Moni sich nicht merken konnte, sprach. Die kümmert sich um Flüchtlingsfamilien und so. Und da hat die Moni sich gesagt, sollen die ruhig zu uns flüchten. Das bringt Leben in die Hütte. Friedlich und lustig, wie wir heute erleben durften.

Fazit: Wir haben heute viele Vorurteile abgebaut. Auch wenn Moni und Manni sich keinen Gebetsteppich zulegen. Aber wir sind nah dran. :-)


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Uta Serwuschok / 03. Jun 2010

Moni News

Ein Brief an den Ex-Bundespräsidenten Horst Köhler

Sehr geehrter Herr Köhler,

viele Menschen in diesem Land sagen zu Ihrem Rücktritt, sie hätten vor Ihrem Schritt Respekt. Ich habe damit ein Problem. Denn Sie verlassen das Land in einer Zeit, in der wir in erster Linie Vertrauen brauchen. Vertrauen in die Kritikfähigkeit und Zuverlässigkeit eines Menschen. Als oberster Repräsentant dieses Staates scheint es angebracht, dass persönliche Empfindlichkeiten als zweitrangig gelten.

Ich habe mir die kritischen Einwürfe der Opposition angesehen und angehört und kann nichts Verletzendes daran finden. Denn was Sie in dem umstrittenen Interview gesagt haben, kann, werter Herr Köhler, von vielen Menschen auch missverstanden werden. Warum klärt man es nicht einfach und warum zeigt man nicht, dass es zum Amt gehört, auch streitbar zu sein.

Dieser Rückzug macht mich wütend, weil er kostbare Zeit in Anspruch nimmt und den Staat Geld kostet. Aber viel schlimmer daran ist, dass der Souverän (wie man das Volk nennt) nicht zurück treten kann. Viele Menschen haben weit mehr auszuhalten, als Sie, werter Herr Köhler. Wir können nicht einfach sagen, wir haben keine Lust mehr. Ein Rücktritt käme dem Rücktritt vom Leben gleich. Das Volk hält durch. Sie haben dies leider nicht getan. Dem Volk wird weit mehr zugemutet, als Ihnen. Und wie wir wissen, steht die größte Zumutung uns noch ins Haus. Das Sparprogramm wird viel abfordern. Aber das Volk hat sich darauf eingerichtet. Mit Frust, aber auch mit Überlebenswillen und sehr viel Humor.

Wir erleben das jeden Abend auf der Bühne. Wir sagen Dinge, die eigentlich böse sind und auf eine unangenehme Realität verweisen. Aber die Leute lachen. Wohl wissend, worüber.  Das liegt daran, dass sich die Menschen nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Sie kämpfen um ihre Existenz, und sei sie auch noch so klein. Sie, Herr Köhler, haben auch gekämpft. Um Ihr Ansehen und auch um Ihr Ego. Denn hätten Sie das Volk und seine Lebenssituation im Auge gehabt, wäre Ihnen bewusst geworden, wie klein Ihr Problem eigentlich ist.

Das Volk wird bei solchen Entscheidungen nie gehört und hätte doch so sehr verdient, dass Sie ihm in dieser Zeit zur Seite stehen.

Nun wird Frau von der Leyen für dieses Amt hoch gehandelt. Egal, wer es am Ende wird, ich wünsche mir, dass man in Achtung vor dem, was das Volk leistet, eine größere Widerstandskraft gegenüber kritischen Äußerungen zeigt.

Mir fällt zum Abschluss noch eine geschichtliche Überlieferung ein. Als der 2. Weltkrieg London erreichte, wurde dem englischen Königshaus angeboten, die Stadt zu verlassen. Die, in ihren letzten Lebensjahren, häufig belächelte Queen Mum (was für eine Figur in der Weltgeschichte) entschied damals, in der Stadt zu bleiben und begab sich sogar unter das Volk. Auch in Zeiten größter Angriffe auf die englische Monarchie der Neuzeit blieb Queen Mum  unantastbar. Die Engländer haben ihrer alten Lady nie vergessen, dass sie in schwersten Zeiten ihr Volk nicht verlassen hat.

Mit besten Grüßen

Uta Serwuschok, die Sie als Bundespräsident immer mochte und mit dieser, Ihrer Entscheidung, sehr hadert.


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Thomas Stoerel / 30. Mai 2010

Freunde Manni Moni Publikum Und ewig bockt der Mann(i)

Silberhochzeit

SilberhochzeitEs spricht sich so langsam rum:  Moni und Manni feiern im Herbst Silberhochzeit! Seit Oktober 1985 bevölkern Uta Serwuschok und Thomas Störel gemeinsam die Bühne. Zuerst im Studentenkabarett “Spitzhacken und von 1990 an als “SanftWut”.

Die ersten Gratulanten melden sich schon jetzt. So zum Beispiel unser langjähriger Freund Dieter Wagler, der uns die hier abgebildete Glückwunschkarte geschickt hat.

Silberhochzeit 2

“Liebor Diedor, Dangescheen!”  - auch wenn wir’s noch ein Vierteljahr miteinander aushalten müssen, ehe es soweit ist.

Moni und Manni


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Uta Serwuschok / 15. Mai 2010

Moni

Gutes Wetter heute

Glaubt ihr nicht? Doch. Denn Kälte und Regen treiben das Publikum in, für diese Jahreszeit, ungewöhnlicher Anzahl zu uns ins Theater. Und wisst ihr was? Man hat das Gefühl, das Publikum hat die Sonne, die uns so fehlt, in seinem Herzen geparkt und bei uns rausgelassen. 

Wir erleben in diesen Schmuddel-Wetter-Tagen unglaublich schöne Vorstellungen mit “Hör nicht auf deine Frau”. Echt, das macht Spaß. Der Saal ist voller Blüten, voller humorvoller Stilblüten. Unsere Gäste machen mit, plappern mit uns und lassen so den Frühlingsgefühlen freien Lauf. Man hat den Eindruck, als haben sie die Rastplätze an den Leipziger Auen zu uns ins Theater verlegt. Wunderbares Publikum. Mach weiter so. Nächste Woche kommt Super Manni! und wenn wir Glück haben, bringt er besseres Wetter. Denn Spaß hat man bei uns auch, wenn draußen die Sonne lacht.

Und Sonne wünschen wir euch und uns von Herzen.


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Uta Serwuschok / 03. Apr 2010

Moni

Vom Eise befreit …

ist Leipzig in diesen Tagen. Goethe spricht uns in diesem Frühjahr mit seinem “Osterspaziergang” so sehr aus der Seele. 

Moni sagt, alles sieht bunt aus. Die Menschen kommen wieder aus ihren warmen Nestern gekrabbelt und tummeln sich im Grünen.  Gestern, am Karfreitag, wo ganz christliche Menschen das Kreuz tragen, auch mit Bandscheibenschaden, schwirrten die Atheisten von Leipzig durch die grünen Auen und lungerten an den Flussufern herum. Hund, Katze, Maus, Oma, Opa, Mama, Papa und fröhliche Kinder alle genossen die warme Luft und Sonne, die sich über unsere Stadt legte. Noch nie hat die Moni so viele Fahrräder und “Aufläufe” von Menschen gesehen. Der Zoo wurde zu einem Pilgerort und alle Parkanlagen ebenso. Schlangen standen an Eisständen um die ersten Kugeln zu schleckern und sämtliche “Raststätten” im Grünen waren überfüllt. Ein Gewimmel eben.  Aber es war schön zu sehen, dass wir nach dem langen und kalten Winter alle überlebt haben. Nun ist die Zeit gekommen, wo Kinder die Spielplätze erobern, Frauen wieder Haut zeigen und Männer diesen Anblick genießen “durch des Frühlings holden, belebenden Blick.”

Und nun ein Zweizeiler für meine Freunde Monika und Wolfgang Schütte von der Lene-Voigt-Gesellschaft:

Der Sachse, der in diesen Tagen am Elsterwehr steht, wird euphorisch rufen: “Dor Bligg off meene Elster, macht mir e Gefühl, als täte ich fast denken, die Elster is dor Nil.”

Achtung: Die “Elster” ist in diesem Falle kein Vogel, sondern ein Fluss.


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