Uta Serwuschok / 19. Apr 2010
Danke Vulkan “Eyjafjallajökull”
Uta-Moni möchte sich ganz herzlich bei dem isländischen Vulkan mit dem Zungenbrechernamen “Eyjafjallajökull” bedanken. Dafür nämlich, dass das verwöhnte europäische Volk zu einer Solidargemeinschaft zusammenrücken muss. Ja, da bilden sich Fahrgemeinschaften, Butterbrote werden im Bus mit anderen geteilt, drei Leute schlafen im Flughafengebäude auf einer Matratze, Menschen aller Hautfarben und Nationalitäten sitzen friedlich nebeneinander und wir Deutschen sind voller Demut gegenüber der Bahn AG, dass sie uns befördert. Egal, ob man einen Sitzplatz hat, oder Verspätung. Wir empfinden nur Dankbarkeit. Jetzt können wir an der Vision eines geeinten Europa teilhaben. Und wer es hautnah erleben möchte, der braucht nur zum Flughafen fahren und kann sich unter das wartende Volk mischen. Wie haben wir vor über 20 Jahren geblägt: “Wir bleiben hier”. So holt uns die Geschichte ein. Nur dieses Mal ist der Anlass nicht ein verknöchertes System mit seiner verknöcherten Regierung, sondern ein noch viel älteres Wesen. Ein Naturwesen. Ein Vulkan. Die Moni hat sogar ihre Haare danach. Die Farbe nennt sich nämlich: magic vulcano. Ja, die Moni hat Lava auf dem Kopf. Deswegen ist dem Manni in der Nähe von Moni manchmal so heiß. Aber ehrlich, bisher haben wir Europäer das gut hingekriegt, das mit dem Ausnahmezustand. ASCHE AUF UNSER HAUPT
PS: Für ein paar Tage war es ganz romantisch am Himmelszelt. Man sah nur Sterne!
Und außerdem ist der Vulkan eine phänomenale Schönheit. Gut, die dort in der Nähe wohnen, sehen das vermutlich nicht so. Aber auch hier denken wir visionär: in 200 Jahren ist die Asche, die jetzt auf Island liegt, sehr fruchtbarer Boden. Es werden dann auf Island Zitronenbäume wachsen und gedeihen. Wie am Golf von Neapel. Wo ja der Vesuv wohnt. Aber den lassen wir lieber schlafen. Weil, dort würden ganz viele Menschen und süße Bambinis in große Gefahr geraten.
Also, wir singen jetzt jeden Abend ein Schlaflied für den Vesuv. Damit unsere italienischen Nachbarn in ihrem quirligen Leben nicht böse überrascht werden.


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