Uta Serwuschok / 09. Feb 2010

Supermanni

Manni ist auf den Hund gekommen

Ja, und zwar auf den Hund unserer Regisseurin Anne-Kathrin Gummich. Als Manni (Thomas Störel) am Wochenende mit Anne die Proben zum “Super Manni!” absprach, bellte der Hund immer dazwischen. Er fühlte sich hundeelend, weil Thomas im Wohnzimmer neben seinem Frauchen saß und diese längere Zeit in Beschlag nahm. So was ist ja auch wirklich hundsgemein. Also bellte der Wuff  seinen Frust über den Eindringling lauthals heraus. Wau, wau, wau!!! Unser aller Manni ist gerade noch mal einem Hörsturz und einem Biss entgangen. So eifersüchtig kann nur ein Hund sein. Oder?

Ein Hundeleben ist das, wenn so ein Zwerg bei Frauchen auftaucht.

Ein Hundeleben ist das, wenn so ein Zwerg bei Frauchen auftaucht.

Aber ehrlich, ich kenne kaum jemanden, der nicht auf Manni eifersüchtig ist. Und nun wird er ja auch noch” Super Manni!” Also Männer, haltet eure Weiber fest oder schafft euch einen Hund an. Aber zur Premiere am 28. März bleiben die Vierbeiner zu Hause.


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Uta Serwuschok / 08. Feb 2010

Heute hau'n wir auf die Pauker News

Wie lange hält die Koalition?

Dieser Frage gehen wir im Programm “Heute haun wir auf die Pauker” nach. Und wird sie am Abend gestellt, liegt das Publikum immer flach. Das liegt daran, dass keiner so richtig glaubt, dass diese Koalition in Berlin noch lange existiert. Der Grund dieser deutlich politischen Misere liegt in einem Versprechen. Eins, dass FDP-Chef Westerwelle, die Freiheitsstatue der Republik, seinen Wählern gegeben hat. Nämlich, Steuern zu senken. Das ist auch ganz prima, würden wir als Land nicht schon pleite sein. Die FDP hält an dem Versprechen fest, weil sie denkt, dann wird der Wähler sie für die Standhaftigkeit belohnen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Dramatische Abstürze in der Wählergunst muss diese elitäre Ansammlung reicher Politiker hinnehmen. Warum wollen die meisten Wähler, dass Westerwelle von seinem Versprechen abweicht? Warum wurde die Hessen-SPD vor einiger Zeit für ein nicht eingehaltenes Versprechen in Grund und Boden gestampft und warum heute Westerwelle indirekt aufgefordert, seine Zusagen zu brechen? Das ist einfach der kleine feine Unterschied in den Fällen. Die Hessen-SPD gab ein politisches Versprechen ab. “Niemals mit den Linken”, rief sie. Ein solches Versprechen lässt sich ohne Geld machen. Kein Cent kostet ein solcher Ruf ins Volk. Die FDP übersah, dass ihr Versprechen der Steuersenkung eine Menge Geld kostet. Und zwar uns allen. Das ganze Land hält her für dieses Versprechen und würde dies auch gerne tun, wären wir eben nicht pleite. Selbst der Dümmste fragt, wo soll das Geld herkommen? Und die Omis und Opis und Mütter und Väter schauen in die großen Kulleraugen der kleinen süßen Kinder und fragen sich, was aus ihnen werden soll. Sollen die Gras fressen? Der Mensch, und mag er noch so unterbelichtet sein, kann in der Regel rechnen. Und dieser Fakt fehlt in der Rechnung unserer Freiheitsstatue Westerwelle. Und so gerät der Kampf in der Koalition zu einem bedenklichen Drama, dessen Ausgang eher einen Untergang vermuten lässt, als ein glückliches Ende. Ehrlich, ich wünsche mir die Zeit zurück, wo unsere aller Angie mit Steinbrück vor die Presse trat und sagte: “Das Geld der deutschen Sparer ist sicher.” Das konnte ich glauben, weil SPD und CDU sich sich in der Sache einig waren.” Heute beobachte ich in der Koalition ein selbstsüchtiges Theater. Und, Herr Westerwelle, politische Argumente verlieren an Kraft, werden sie nicht durch seriöse materielle Werte gestützt. Wir Ossis sind für eine solche marode Politik 1989 auf die Straße gegangen. Man nannte dies eine friedliche Revolution. Ich vermute, wir haben Grund, uns um den Frieden in unserem Land zu sorgen. Wie heißt es so schön: “Beim Geld hört die Freundschaft auf.”

Vorsicht, Guido, bissiges Volk!


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Uta Serwuschok / 07. Feb 2010

Briefkästen weinen nicht Publikum

Burgtheater bei Sanftwut

Es gibt Vorstellungen, wie gestern Abend, die geben uns das Gefühl, dass wir Kabarettisten ganz großes Theater machen. Da kommen wir uns vor, wie Schauspieler vom Burgtheater Wien. Das sind solche Abende, wo die Leute im Saal ganz hübsch angezogen sind, so, als gingen sie in eine Tragödie. Das ist gar nicht weiter schlimm. Aber diese Menschen sitzen auch da wie Tragödie. Ganz andächtig und lachen nicht. Sie schmunzeln. Das ist dann aber schon ein großer Temperamentsausbruch. Eigentlich müssten wir Kabarettisten uns bockig stellen und sagen: “Wollt ihr euer Geld zurück und lieber nach Hause gehen?” Wenn da nicht diese aufmerksamen Gesichter und der lange Beifall nach unseren Nummern wäre. Das Publikum ist uns gut gesonnen und voll konzentriert. Die Zuschauer haben nur keine Lust, zu lachen. Sie nehmen uns als ernste Kunst und da verhält man sich ehrfurchtsvoll. Und besonders lustig daran ist, dass das ganz selten vorkommt. Aber wenn, dann finden sich all diese Leute an einem Abend bei uns ein. Dennoch, es macht Spaß. Wisst ihr, was für ungewollte Komik entsteht, wenn man eine Pointe spricht, von der man weiß, die ist sonst der Brüller und es kommt keine Reaktion? Ehrlich, wir fanden das sehr witzig. Und wir kennen diese Abende. Sie gehen immer gut aus. Mit mindestens einer Zugabe. Das Publikum ist am Ende glücklich und wir Kabarettisten kommen uns vor wie im großen Theater. Da lässt man auch den Schauspieler ausreden und lacht nicht dazwischen oder quatscht gar noch in den Text. Aber vielleicht kamen die Zuschauer gestern auch von einer Faschingsveranstaltung und wollten endlich ernst genommen werden. Oder, sie waren Ausländer.

Wie sagte mal ein kleiner Junge in einem Joghurt-Werbe-Sport. “Irgendwann kriegen wir euch alle.”


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Uta Serwuschok / 05. Feb 2010

Supermanni

Mannis Wort des Tages: Nacktschkanner

Im Textbuch von “Super Manni” fand ich folgendes Wort: “Nacktschkanner”.

Wer von euch weiß, was es bedeutet? Ich gebe noch eine kleine Hilfestellung. Man verwendet das Wort auch in Verbindung mit Sicherheit auf Flughäfen. Kommentare ausdrücklich erwünscht.

Eure Sanftwütigen


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Uta Serwuschok / 30. Jan 2010

Supermanni

Das Textbuch zum Super Manni! ist fertig

Heute erreichte mich um 12.23 Uhr das  Textbuch für die Premiere am 28. März. Da hat Thomas Störel nun ganz viel zu lernen und zu proben. Aber der Grundstein ist gelegt oder wie Moni sagen würde: “Der Kaudaun” läuft.

Alles andere ist ein Geheimnis.


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