Musikalische Urlaubsgrüße!

Wir haben vom 27. Juni bis 5. August Theaterferien. Juchhu!
Weil SanftWut in diesem Sommer sein 20jähriges Bestehen feiert, haben wir ein altes Foto hervorgekramt. Es zeigt Henriette Störel und Ingolf Serwuschok 1990 am Strand von Heringsdorf. Wenige Stunden nach der Gründung unseres Kabaretts.

Uta Serwuschok / 18. Jul 2010

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Nun rennt auch Ole von Beust der Merkel davon

Vor wenigen Augenblicken erklärte der Erste Bürgermeister von Hamburg, Ole von Beust, seinen Rücktritt. Als er 2001 gewählt wurde, hörte ich eine betuchte Hamburgerin aus Freude über seinen Wahlsieg sagen: “Ole von Beust ist einer von uns. Er sieht aus wie in Cashmere geboren.”

Von Cashmere wissen wir, es ist eine weiche, kuschlige Wolle, die besonders gut wärmt.

Ist es in der Politik in diesem heißen Sommer so kalt, dass der beliebte Hamburger Jung in Cashmere sich für sein Amt nicht mehr erwärmen kann?


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Uta Serwuschok / 29. Jun 2010

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Unser Gastspiel in Borna mit Public Viewing hinter der Bühne

Also, am Sonntag spielten wir in Borna “Heute haun wir auf die Pauker”. Das war lustig. Nicht nur wegen uns. Sondern wegen des großen Klassikers der Fussball-WM: Deutschland gegen England. Der Vorstellungsbeginn lag am Schluss des Spiels. “Vorausgesetzt, die spielen nicht unentschieden und müssen in die Verlängerung, können wir das Spiel bis zu Ende sehen.” So die Worte von Manni.

Ich verrate euch mal was: der Manni kommt zu Vorstellungsbeginn immer auf den letzten Drücker. Er hat ein absolutes Zeitgefühl und achtet auf jede Minute. Aber am Sonntag sprang er schon vor mir (der Moni) auf der Bühne rum und richtete sich ein. Und wie ich so in den Veranstaltungssaal komme, hörte ich die Deutsche Nationalhymne. Erst dachte ich, die wurde für mich, die Moni, gespielt.

Nein, die Jungs (Thomas und unser Techniker Udo) hatten schon ganz clever hinter der Bühne den Computer für das Fußballspiel installiert und schauten (eher genervt) auf das immer wieder stehen bleibende Bild. Also flitzte Thomas ins Café um die Ecke.

Ich blieb mit Wolfgang und Monica Schütte zurück. Sie vertraten würdig den Veranstalter des Abends: die Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse Leipzig/Mundartstiftung.

Als das erste Tor fiel, saß plötzlich das komplette Team (einschließlich Technik) bei mir hinter der Bühne. Das Bild hatte jetzt beste Qualität und irgendwie wurden es immer mehr Leute, die bei mir waren. Dann kamen die Zuschauer (beachtlich viele für die Hitze und das Fußballspiel) und wurden von uns immer über den Stand der Dinge informiert.

Irgendwann war das Spiel zu Ende und wir machten uns für den Auftritt fertig. Da kam Udo, unser Techniker, und sagte zu mir: “Ich lass dir den Computer an und mache nur den Ton weg.” Das hätte er nicht tun sollen!

Was für eine Verführung. :-) Uta-Moni saß nun während der Vorstellung, wenn sie nicht dran war, vor dem Computer-Fernseher und sah nur noch Bilder. Und die waren so spannend! Zum Beispiel konnte ich sehen, wie Angela Merkel mit dem britischen Amtskollegen Cameron das Spiel ansah. Die Merkel grinste zunehmend und Cameron reagierte immer deprimierter. Dann trat die Merkel vor die Presse und ich konnte nicht hören, was sie sagte. Ich hing meiner Kanzlerin an den Lippen. Das mache ich sonst nie.

Jedenfalls war alles so aufregend, dass ich vergaß, eine Requisite bereit zu legen. Die fehlte dann im Programm. :-(

Die Zuschauer amüsierten sich total über unseren Auftritt und alles lief wunderbar. Aber keiner ahnte, dass ich immer wieder ganz schnell hinter die Bühne zu meinem Gehörlosenfernsehn wollte.

So hatten wir Spannung auf und hinter der Bühne. Wir waren sozusagen eine Hochspannungsanlage, die einen wunderschönen Abend im doppelten Sinne erlebte. 

Das beeindruckende Fußballspiel Deutschland-England wird mir, wie vielen meiner Landsleute, in Erinnerung bleiben. Und ich werde immer an Borna denken und an die Schar von Menschen, die mit mir hinter dem Theatervorhang vor einem Computer saßen, um ein Stück Sporthistorie zu erleben

Es gibt Public Viewing an der Berliner Siegessäule, in Leipzig auf der Kneipenmeile, bei der Bansiner Konzertmuschel und in Garmisch auf der Alm. Aber wer kann schon von sich sagen: “Mein Public Viewing war in BORNE hinterm Vorhang bei Sanftwut.” :-)

Nur wir!

Eure Uta-Moni


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Uta Serwuschok / 27. Jun 2010

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Sanftwut sagt DANKE

Gestern Abend saßen wir, wie jedes Jahr, nach der letzten Vorstellung der Spielzeit zusammen. Wir waren nur ein sehr kleiner Haufen. Aber (fast) alle, die einen großen Anteil an der Spielzeit 2009/2010 hatten, waren anwesend. 

Wenn man mich fragen würde, wie ich dieses Jahr empfand, könnte ich so schnell gar keine Antwort geben. Viele Dinge wurden auf den Weg gebracht, die auch in der  Seele von Sanfwut Spuren hinterlassen haben. Aber sie sind schön. So bedanken wir uns für die erfolgreiche Premiere von “Heute haun wir auf die Pauker” und natürlich für das erste Soloprojekt von Thomas Störel “Super Manni!”, was wunderbar vom Publikum angenommen wird. 

Aber auch die Präsenz im Internet erfuhr eine fast revolutionäre Entwicklung. Nun haben wir nicht nur einen Blog, sondern wir twittern durch die Gegend. Und zwar kollektiv. Das ist ein Baby von Ingolf. Jeder soll dabei sein, wenn es darum geht, Nachrichten in die Welt zu zwitschern. Das ist ein wertvoller Schatz, diese Gemeinsamkeit.

Wir werden sie brauchen, wenn es um das neue Projekt “Kabarett zum Brüllen - 20 Jahre deutsche Gemeinheit” geht. Und beim Stöbern in alten Fotokartons, Textbüchern und Tonträgern, wundert es mich immer wieder, dass wir es so weit gebracht haben. Die Anfänge sind eben so ganz anders, als das, was wir heute vorfinden.

Gestern jedenfalls, als wir alle so saßen, dachte ich, wir sind wie eine große Familie, mit all ihren Sorgen und schönen Augenblicken. Die Hürden, die wir immer wieder nehmen müssen, geraten in Vergessenheit, wenn alles gut läuft. Und so schauen wir freundlich zurück.

Die vergangene Spielzeit ist uns gelungen. Dank aller, die daran beteiligt waren: Thomas, Ingolf, Silvia, Anne, Knut, Dirk und Dirk, Jaqueline, Ute, Ingo und Bojko.

Und wir danken von Herzen unseren treuen Fans, die nicht müde werden, der Welt zu sagen, dass es in der Mädler-Passage ein Theater mit einem Ensemble gibt, was man unbedingt sehen soll. :-)

Eure Uta-Moni

und alle  SANFTWÜTIGEN, die jetzt in die Welt hinaus fahren. An den Atlantik, die Nordsee oder ganz weit nach Costa Cospuda.


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Uta Serwuschok / 26. Jun 2010

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Was für eine Gauck-elei um das Bundespräsidentenamt

Uta-Moni hat es geahnt. Die Wahl des Bundespräsidenten wird ein Desaster. Nun liegen sich die Linken und der Kandidat der SPD und Grünen, Herr Gauck, in den Haaren. 

Jetzt haben wir sie wieder. Die “zukunftsweisende” Diskussion um Diktatur und Opfer. Ich bin so dankbar, durch diese Vorgänge zu wissen, dass wir in Deutschland keine Probleme haben. Danke, Herr Gauck, danke ihr Linken, dass ihr dafür sorgt, dass ein links ausgerichteter Mensch wie ich, nun laut in die Welt brüllt. “Wählt Wulff.” 

Und wisst ihr auch warum. Er hat beachtenswerte Menschlichkeit gezeigt, als er sein schwer kranke Mutter pflegte. Ein Fakt, der stimmt. Nun halte ich mich an den “kleinen” Dingen fest. 

Wirklich, mein Verdacht ist, die Streithammel haben keinen blassen Schimmer von dem, was in der Bevölkerung los ist. Hab ihr eine Ahnung von den Alltagssorgen und den Existenzängsten der Menschen. 

Und wisst ihr, was sie sich wünschen? Einen Amtsinhaber, der das Land vereint. Das ist kein falsches Harmoniestreben. Nein, das ist der fast letzte Strohhalm einer sehr ramponierten Demokratie. 

Es sieht nicht gut aus für Deutschland. “Denk ich an Deutschland in der Nacht …”

Gemessen an unseren Politikern, ist mein Vertrauen in die Deutsche Bank und Herrn Ackermann fast unerschütterlich.

Uta-Moni

PS: Dies ist kein Angriff auf die Opfer der DDR-Diktatur.


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Uta Serwuschok / 24. Jun 2010

News

Der Weltmeister Italien heute in der 77. Spielminute

Moni sagt nur: MAMA MIA :-(


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