Uta Serwuschok / 22. Apr 2010
Moni wird Aktivistin der “kapitalistischen Arbeit”
Weil die Moni geht auf Arbeit, obwohl sie gar nicht arbeiten muss. Also, da bin ich am Dienstag in die Stadt gefahren, um eine Vorstellung zu spielen. Dabei war ich etwas traurig, weil die Sonne schien und ich gerne Rad gefahren wäre. Aber, dachte ich mir, das Publikum wartet und so machte ich mich auf die Socken.
Als ich durch die Mädler-Passage auf unser Theater zu ging, wunderte ich mich über das seltsame Werbefoto vor der Tür. Irgendwie wusste ich, das bist nicht du und auch nicht Manni oder Mirko, was der Ingolf ist. Als ich näher ran ging sah ich, es war die Werbung der Impro-Theatergruppe, die an diesem Tag bei uns gastierte. Die Moni hatte also gar keine Vorstellung und hätte so schön Rad fahren können. Aber viel schlimmer waren die feixenden Gesichter der Technik und der Kneipenbesatzung. Und ein ganz junges Mädchen, ich bildete mir ein, die Allerjüngste der “Pauschis” (so nennen wir unser Tresenpersonal) fragte gaaaanz nett: “Wie alt bist du eigentlich, Uta?”
Da bin ich wieder von dannen geschlichen und machte mir so meine Gedanken über Uta-Moni.
PS: Und gestern Abend wollte ich ein ganz anderes Programm spielen, als auf dem Plan stand!!! Da waren sie wieder, die feixenden Gesichter der Pauschis. Und Manni hat mich ganz mitleidsvoll gestreichelt. Wie eene kleeene OMI.
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