Uta Serwuschok / 14. Dez 2011

Die Sippe auf der Schippe

Genesungswünsche für unseren Techniker Dirk Dyballa

Hallo, lieber Dirk Dyballa, leider bist du nun erkrankt und kannst zur Zeit nicht die Technik fahren. In der Hochsaison krank zu sein ist sowieso schon Mist. Aber wenn man sich, wie du, kaum bewegen kann, weil der Rücken nicht mehr mit macht, dann ist das ein ganz schönes Dilemma. Wir wünschen dir also von Herzen, dass du bald wieder gesund wirst. Bis dahin pflege dich schön. Deine Sanftwütigen

Dirk in seinem Technikraum

PS: Deine Schwester Franzi hat dich gestern als Technikerin gut vertreten. :-)

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Uta Serwuschok / 11. Dez 2011

Kabarett zum Brüllen

Am Montag gibt es “Kabarett zum Brüllen”

Und wir Sanftwütigen freuen uns darauf. Denn dieses Programm macht auch uns Spielern immer wieder Spaß. Wenn ihr also auf dem Weihnachtsmarkt herum stromert, könnt ihr einfach bei uns vorbei schauen. Beginn 20.00 Uhr Eure Sanftwütigen Uta, Ingolf und Thomas :-)

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Uta Serwuschok / 10. Dez 2011

News

München, wir kommen! Oktoberfest auf unserem Weihnachtsmarkt

Da gibt es wirklich Leute, die unseren Weihnachtsmarkt als solchen bezeichnen. Da müssen wir doch alle feixen, denn was sich täglich dort abspielt ist ein großes Sauf- und Fressfest. Das ist eine ziemlich einstimmige Meinung unter den Leipzigern. Wenn man sich mit einem Einheimischen unterhält, fallen immer dies selben Worte: “De Leide ham nur is Fressen und Saufen im Gobbe.”

Stimmt! Es fehlten nur noch die Spieler vom FC Bayern als Stargäste und die entsprechenden Dirndl-Mädels, dann wären wir eine Art Oktoberfest. Nur, dass das Bier durch Glühwein ersetzt wird. Darum glühen die Leute auch so, die zu unseren Vorstellungen kommen. Sie schauen uns mit hochroten, aber fröhlichen Gesichtern an und erwärmen sich nach dem Stehen in der Kälte an unserer Kunst.

Zugegeben, von der Besinnlichkeit der Vorweihnachtszeit ist wenig zu spüren. Aber eine humorvolle Weihnachtsfeier im Kabarett ist die beste Voraussetzung für das kommende Jahr, von dem wir ja hören, dass es viel schlechter werden soll. So die Prognosen vieler Marktwirtschaftler und Politiker. Und wenn man so auf Europa schaut, dann möchte man dies auch glauben.

Wenn ich aber auf das Publikum schaue, dann denke ich immer: mit diesen quietschvergnügten Typen kriegen wir die Kuh schon vom Eis. Manchmal wäre es nicht schlecht, die machtbesessenen und verknöcherten Herrscher Europas säßen unter uns, unter dem Volk. Lachend! Vielleicht hätten sie dann bessere Ideen für die Bewältigung der Krise.

Und vielleicht bekämen sie dann hin, was wir jeden Abend erleben dürfen. DEN KLEINSTEN GEMEINSAMEN NENNER.

PS: Es gibt direkt neben Hugendubel eine kleine Kindereisenbahn. Dort irgendwo in einem dieser Waggons muss das Christkind sich verkrochen haben. Denn da ist es noch besinnlich und gemütlich und die Kinder strahlen vor Glück mit hochroten Wangen. Selbst die Musik macht nicht uffda, uffda, uffda, sondern erzählt von einem Tannenbaum, der nicht nur grünt zur Sommerzeit, nein auch im Winter, wenn es schneit … . :-)

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Uta Serwuschok / 08. Dez 2011

News Weihnachtsmanni

Eine Nikolaus-Nachlese mit weihnachtlichem Touch

Auf dem Foto seht ihr drei Personen, die am Nikolaustag  für wenige Minuten in unserem Theater aufeinander trafen und die ganz unterschiedliche Veranstaltungen vor sich hatten.

Dorina, ich und Udo

Drei Menschen-drei Wege

Dorina, die links auf dem Foto zu sehen ist, ist die Geschäftsführerin der Leipziger Kammeroper. Sie bereitete sich gerade (umgeben von zwei kleinen Hunden) auf ihren Auftritt bei Sanfwut vor. Denn es war eine ganz besondere Veranstaltung in unserem Kabarett angesagt. “Chrismas-Swing im Sanftwut”. Was Dorina zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: dieser Abend wird ein Erfolg und ich höre einen Tag später Technik und Kneipenbesatzung sagen:”Klasse Veranstaltung.”

Rechts steht unser Tourneetechniker Udo. Ein echt guter, umsichtiger Typ. Udo war dabei, die Technik für das Gastspiel von Thomas Störel mit seinem “Weihnachtsmanni”  in Auto zu laden. Der Thoms hat nämlich heimlich den “Weihnachtsmanni” an diesem Abend in Gerichshain ausprobiert. Sozusagen die Landbevölkerung als Versuchskarnickel “missbraucht”. Es hat sich gelohnt. Der Test gelang. Einen Tag später sagte unser aller Manni zu mir: “Gerichshain war richtig schön.”

Und ich, die Uta-Moni in der Mitte, sehe auf dem Foto zwar total “fertsch” aus. Dabei war ich die Faulste an diesem Tag. Ich ging nämlich nach diesem Schnappschuss mit Freunden als Zuschauer in die “Pfeffermühle”. Da gastierte Franziska Troegner mit einer Lesung rund um das Weihnachtsfest. Was soll ich euch sagen, diese Künstlerin betritt die Bühne und du denkst, ein Weihnachtsbaum voller Lichter geht an. So strahlt sie. So charismatisch ist sie. Wie eh und je. Ich hätte stundenlang zuhören können. Die zwei Stunden waren ganz schnell herum. Auch, weil sie virtuose Musiker mit hatte (ein unerwartetes Wiedersehen mit Andreas Peschel inbegrifffen), Musiker, die sich auf witzige Interpretation weihnachtlicher Musik verstanden. Weihnachten mit Humor. Und besser, als jeder Fernsehabend mit der “Sissy”. Ich wünsche mir Franziska Troegner im Heilig-Abend-Fernsehprogramm. Diese Künstlerin, welche ich schon zu DDR-Zeiten liebte, wärmt mein Herz und stillt meine Sehnsucht nach höchster Lesekultur.

Es gab nur einen Wermutstropfen für mich. Ich hätte gerne alle drei Veranstaltungen besucht, aber dreifaches Klonen geht ja noch nicht. Schade! :-)

Drei Menschen auf dem Foto mit drei ganz verschiedenen Wegen an diesem Tag. Aber alle dienten der Erheiterung des Publikums.

Danke euch allen!

PS: Eben sind mir wegen diesem Blogeintrag meine Nudeln angebrannt! :-( Nur wegen euch Blogleser!

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Uta Serwuschok / 04. Dez 2011

Die Sippe auf der Schippe

Ein Polterabend bei Sanftwut und ein neues Maskottchen namens “Polti”

Beginnen wir mit dem Maskottchen. Also, ich gehe oft zwischen den beiden Veranstaltungen am Samstag durch die Stadt und schaue in den Läden herum. Gestern begab ich mich zur Drogerie “Müller” weil wir Kosmetiktücher brauchten. Als ich an der Kasse bezahlte, bekam ich einen Plüscheisbär als Geschenk mit. Vermutlich hatte mich die Verkäuferin erkannt, denn sie grinste mich an und wünschte mir viel Spaß am Abend. Da wusste ich noch nicht, dass wir eine Abendveranstaltung haben werden, die unter dem Begriff “Polterabend” in unser Archiv eingehen wird.

Vor der Vorstellung baute ich den Plüscheisbär in unserer Garderobe auf und sagte zu ihm: “So, du bist jetzt unser neues Maskottchen.” Da hatten wir noch keinen Namen für ihn.

Der Abend gab ihm den Namen: "Polti"

Die Veranstaltungen im Monat Dezember haben immer etwas sehr Spezielles. Da sind Überraschungen mit eingeplant. Denn es kommen nicht nur Gäste, die uns unbedingt sehen wollen. Sondern auch solche Zuschauer, die im Rahmen einer Firmenweihnachtsfeier mitgenommen werden. Also eigentlich mitgehen “müssen”. Meistens sitzen sie dann mit einem fröhlichen Gesicht da und wir wissen, dass sich der Sanftwut-Besuch auch für jene “Kulturmuffel” gelohnt hat. Allerdings kommt es auch vor, dass einige ungeübte Gäste fortwährend in unsere Texte plappern. Alkoholisiert oder nüchtern. Da sind alle Varianten möglich. In der Regel kommen wir gut mit der Situation zurecht und können das von der Bühne aus steuern.

Gestern allerdings war das mit Steuern so eine Sache, denn wir entwickelten uns im Verlauf des Abends in das Theater wo “Bier und Wein fließen”! Und wo es fortwährend schepperte und klirrte wie auf einem Polterabend. Und wir konnten nichts, aber rein gar nichts dagegen tun.

Es begann mit der dritten Nummer. Thomas betrat als Polizist aus “Neigersdorf” die Bühne und gab zum Thema Drogenszene in Leipzig seinem Affen Zucker. Also, er legte los und kam nicht weit, denn plötzlich stieß in der ersten Reihe eine Frau ihr Rotweinglas um. Da es noch voll gewesen war, rief Thomas auf witzige Weise nach einem der Mädchen aus der Kneipe, damit diese die “Blutlache” (O-Ton Polizist) beseitigt. Das passierte auch und damit unsere “schnelle Eingreifmaus vom Tresen” alles in Ruhe aufwischen konnte, wechselte die Zuschauerin, welche das Glas umwarf, den Platz und …. riss das nächste Rotweinglas dabei um. Nun gab es Gejohle im Saal. Es dauerte eine Weile, bis sich die Leute wieder “einkriegten”.

Dann, so kurz vor der Pause, wir spielten die “Alten” (so nennen wir Berta und Hedwig), stand während der Nummer eine Frau in der vierten Reihe auf. Sie musste offensichtlich pullern, erhob sich und …. riss ein Glas um. Diesmal lief Schwarzbier aus. Ihre Nachbarin oder Freundin war offensichtlich in Sorge um sie (oder  wollte beim Pullern Gesellschaft leisten) erhob sich ebenfalls und … riss ein weiteres Glas mit Schwarzbier um. Es bildete sich ein “Schwarzbiersee” um die Stühle der Gäste und abermals musste vor den Augen des Publikums aufgewischt werden. Nach dieser weiteren Unterbrechung folgte noch eine Nummer bis zur Pause. Wir waren dankbar, dass wir diese ohne Zwischenfälle spielen konnten.

Der zweite Teil wird mit der ruhigen, musikalischen Nummer “Versager” eröffnet. Als Thomas und ich zum Vortext des Liedes auf die Bühne gingen, sahen wir, dass einige aus der ersten Reihe noch fehlten. Die kamen während unseres Dialoges angekleckert. Das kriegten wir gut hin.

Wir begannen zu singen. Diesen so leisen und bitterbösen Song, der die ganze Aufmerksamkeit des Publikums braucht und der zum Höhepunkt des Abends gehört. Doch die Aufmerksamkeit ging auf jene Frau, die noch in der ersten Reihe fehlte. Sie kam mitten ins Lied hinein. Die erste Reihe stand noch einmal für sie auf und während sich die Frau auf ihren Platz hangelte … (ihr könnt es erraten) stieß sie ein Glas um. Es schepperte zum fünften Mal. Und einer rief: “Das war leer! Ihr könnt weiter machen.” Wir machten weiter. Bis zu “La Paloma” der Schlussnummer. Ich dachte erleichtert: wir haben diesen Abend gleich geschafft … Da stolperte Thomas bei der Choreografie, dass ich ich dachte, er liegt gleich der Nase lang auf der Bühne. Es sah so komisch aus, dass ich mir das Lachen verkneifen musste. Und genau in diesem Moment fiel (nun in den hinteren Reihen) das sechste Glas um. Der “Polterabend” hatte seinen Höhepunkt erreicht.

Es war alles zu spät und ich lachte nur noch und mit mir der ganze Saal. Diese witzige Liedzeile “Lass die Oma im See” ging in meinem Gekicher unter und die Männer brachten den Song zu Ende. Begleitet von einer Woge aus Lachen von Saal und Kollegin.

Nach der Vorstellung ging ich zu unserem Maskottchen und sprach zu ihm: “Ich taufe dich jetzt Polti. Geboren (geschenkt) an einem Polterabend bei Sanftwut. Am 3. Dezember 2011.”

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