Gestern sprachen mich Leute auf der Straße an und fragten verwundert, ob Manni und ich getrennt seien. Ich war irritiert und wusste nicht woher der Wind wehte. Dann stellte sich heraus, dass bei dem schönen Artikel über den “Super Manni!” in der LVZ stand, dass Manni auf Moni verzichtet.
Also, ihr Fans von Moni und Manni. Wir bleiben zusammen. Heute aber gilt unsere Aufmerksamkeit einzig Manni, dem “Super Manni!”

Thomas Störel
Warum tut sich einer das an? Allein auf die Bühne gehen, wo er es doch viel einfacher haben kann. Die Leute haben sich doch so sehr an Moni und Manni gewöhnt! Und warum kommt nun mehr Politik ins Spiel? Wobei der Begriff Politik in der Kunst weit gefasst ist. Da streiten sich die Künstler und Kritiker seit Generationen. Ganz einfach, ein Künstler, der etwas will, wird immer zu neuen Ufern schwimmen. Er wird sich, solange seine körperlichen und geistigen Kräfte reichen, immer neuen “Unfug” ausdenken. Ein echter Autor, Komponist und Spieler ist nicht aufzuhalten. Denn er ist ja mitten im Leben und von dem wissen wir, dass es ständiger Veränderung unterworfen ist. Und da Inhalt und Form eine Einheit bilden, springen auch im Kopf des Künstlers neue, andere Ideen herum. Man könnte auch witzeln “Flausen”, denn das wäre die Sprache von Manni. Wir erleben heute diese Kultfigur durch Thomas Störel sehr vielseitig und überzeugend. Überzeugung ist charakteristisch für das Programm. Denn bei diesem Soloabend “Super Manni!” muss Thomas, keine Rücksicht nehmen auf die Individualität von Stimmen, die er sonst bei Kompositionen immer in Erwägung zieht. Er muss nicht darüber nachdenken, ob der Dialog dem anderen in die Schnauze passt und er muss nicht zerknirscht von einer Textbesprechung gehen, weil das Ensmble ihn in seinen Intentionen nicht verstand. Nein, heute macht er das, was tief in seinem Herzen ist und er tut dies ganz allein für sich und sein Publikum. Das ist das Neue und zugleich das Verdiente. Denn das Ensemble SANFTWUT verdankt Thomas Störel viel und darum schauen wir mit Anerkennung und ohne Neid auf diese Produktion, die er so harmonisch mit Anne Katrin Gummich und vielen anderen Helfern wie Bojko, Dieter und pingpool auf die Beine gestellt hat.
Und während Thomas die Bühne allein betritt, wird der Entwurf für unser Programm zum 20jährigen Bestehen von SANFTWUT erarbeitet. Wir wühlen in über 20 Textbüchern und lassen die Zeit Revue passieren. Dieses Eintauchen in unsere Vergangenheit zeigt parallel, auf was für ein Gesamtwerk wir schauen. Ein Werk, das deutlich die Handschrift von Thomas trägt und darum für dich, lieber Manni, alles Glück für diesen ganz eigenen, wohlverdienten Abend.
Toi, toi, toi von Uta, Ingolf, Knut, Dirk, Ute, Ingo, Jaqueline und all die Anderen, die an deiner Seite sind.